Newey will nicht träumen

13. März 2007, 14:37
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Der Designer des neuen Red-Bull-Boliden dämpft kurz vor der Präsenta­tion des Wagens über­zogene Erwartungen

Salzburg - Der Countdown Richtung WM-Auftakt 2007 läuft, auch für Red-Bull-Racing-Renault. Nach der Präsentation des neuen Technologiepartners Oerlikon am Dienstag in Salzburg ging es für das österreichische Formel-1-Team direkt weiter nach Montmelo. In Katalonien steht am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit das erste Roll-Out des neuen Boliden auf dem Programm, am Freitag erfolgt dann die offizielle Präsentation des RB3.

Vor allem Designgröße Adrian Newey stehen damit spannende Tage bevor Tür. Denn nach seinem Transfer von McLaren zu Red Bull im November 2005 ist der RB3 der erste vom Briten von Grund auf neu entwickelte Wagen. Die Erwartungen und die Neugier in der Szene sind dementsprechend groß.

"Ein neues Auto ist fast wie ein neues Baby für mich", meinte der 48-Jährige am Dienstag im Salzburger Hangar-7. "Und dass es jetzt das erste Red-Bull-Auto ist, für das ich verantwortlich bin, macht die Spannung natürlich noch viel größer."

"Ich hoffe, dass wir einen guten Job gemacht haben", sagte Newey, von Podiumsplätzen oder sogar ersten Siegen für Red Bull will er auf aber nichts wissen. "Ich versuche immer, nicht zu träumen. Ich bin auch kein Fan von irgendwelchen Zielen oder Vorgaben. Mein Motto ist: So hart wie möglich arbeiten und dann schauen, wo einen das hinbringt."

Beginn bei Fittipaldi

Newey startete seine Motorsportkarriere nach einem mit Auszeichnung abgeschlossenen Studium an der Universität Southampton mit bei Fittipaldi Automotive. 1981 wechselte er in die USA zu March. Die von ihm entwickelten Autos gewannen sowohl IMSA- als auch CART-Rennen (inklusive Indianapolis 500). 1987 kam Newey mit March in die Formel 1 und wurde Technischer Direktor des Teams, bis dann Williams anklopfte.

Nach 58 Rennsiegen und jeweils fünf Konstrukteurs- sowie Fahrer-WM-Titeln zog es ihn weiter zu McLaren, wo Newey den Untersatz für zwei WM-Titel von Mika Häkkinen beisteuerte. Newey-Autos haben in der Formel 1 mittlerweile knapp 100 Rennen gewonnen. (APA/red)

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    Adrian Newey und David Coulthard zu Gast in Salzburg.

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