"Re-engaging Uli"

25. Jänner 2007, 19:09
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Veranstaltungen zur abstrakten, symbolischen Malerei "Uli" in Graz, welche früher den Frauen Nigerias vorbehalten war

Graz - Die klassische traditionelle nigerianische Malerei steht derzeit bei der Veranstaltung "Politics of Culture - Re-engaging Uli" in Graz im Mittelpunkt. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit der symbolischen bis abstrakten Kunst der Uli-Malerinnen auseinander, deren Werk die europäische Moderne wesentlich beeinflusste. Vor der Christianisierung Nigerias war die Malerei Frauen vorbehalten: In einem gemeinsamen, kollektiven Prozess bemalten sie die Außenwände von Schreinen, Wohnhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden.

Diese abstrakte, symbolische Malerei ("Uli") wurde auch als Körperbemalung appliziert und ersetzte vor der Europäisierung die Kleidung. Elemente davon beeinflussten und befruchteten die Arbeiten von europäischen Künstlern wie Picasso, während sich zeitgleich an ihrem Entstehungsort deren Untergang ankündigte. In den letzten Jahren begann jedoch auch in Nigeria eine Wiederentdeckung von Uli. Veranstaltet wird der Schwerpunkt vom Afro-Asiatischen Institut Graz und "The Syndicate" zum Auftakt von Crossing Cultures. (red)

Arbeiten von Krydz Ikwuemesi, Ndidi Dike, Angela Udeani Nkem, Okechukwu Nwafor, Uche Okeke, Obiora Udechukwu, Nneka Onwudinjo, Joseph Eze, Tayo Adenaike, George und Nneka Odoh.
Ausstellungsdauer: 26. 1. - 11.2.
Öffnungszeiten: DI – SO 14:00 – 18:00 Uhr.
Ort: ESC, Jakoministrasse 16, 8010 Graz

Die Workshopergebnisse sind im Kunstraum BAODO im NIL (Dreihackengasse 42, 8020 Graz) bis 7. Februar zu sehen.
Öffnungszeiten Mo – So 15:30 – 22:00

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Crossing Cultures
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    foto: crossing cultures
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