Ex-Disney-Chef Eisner: Internet schafft Demokratie und Anarchie

9. Juli 2007, 11:28
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Ex-Disney-Chef Eisner: Kinofilme der Zukunft für weltweites Publikum

Kinofilme der Zukunft werden sich tatsächlich an ein weltweites Publikum richten, erwartet der frühere Chef der Walt Disney Corp., Michael D. Eisner, bei einem Vortrag heute, Dienstag, im Haus der Industrie in Wien. Theoretisch sei das zwar bereits heute der Fall, in Wahrheit hätten aber viele Menschen keinen Zugang zu den entsprechenden Medien. Die technischen Möglichkeiten der Zukunft würden auch Milliarden Menschen in Asien, Afrika oder Indien breiten Zugang zur Unterhaltungsindustrie ermöglichen.

Eine globale Filmcommunity

Eisner: "Es wird eine globale Filmcommunity geben und daneben regionale ethnische Produktionen." Zudem werde die Produktion auf Grund der digitalen Möglichkeiten wesentlich kostengünstiger als heute sein.

Googlen

"Die Menschen werden auch in zehn Jahren noch in Geschäfte, Restaurants und ins Kino gehen - aber die wichtigen Informationen werden sie sich alle aus dem Internet holen. Sie werden dafür nicht mehr in die Bibliothek gehen müssen oder ihre Großmutter sowie europäische Gelehrte befragen, sondern sie werden alles Wichtige googlen."

Das Internet leiste in seiner Vielfalt einen wesentlichen Beitrag zur Demokratie, gleichzeitig entstehe damit aber auch in hohem Ausmaß Anarchie. "Es ist fast unmöglich zu entscheiden, was im Internet gut und was schlecht ist", so Eisner. Er hält daher das Eingreifen einer Entscheidungsinstanz für notwendig. Diese könne eine notwendige Vorselektion und Auswahl der geeignetsten Webseiten treffen.(APA)

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