Schwuler gewinnt Diskriminierungsprozess in Tschechien

15. März 2007, 16:10
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Premiere könnte anderen Betroffenen Mut machen

Prag - Zum ersten Mal hat ein Homosexueller in Tschechien einen Diskriminierungsprozess gewonnen. Wie die Tageszeitung "Dnes" vergangene Woche berichtete, wurde ein Rehabilitations-Zentrum im osttschechischem Frydeck-Mistek vom Gericht zur Zahlung von umgerechnet 2.520 Euro Entschädigung an den 43-jährigen Masseur Lech Sydor verurteilt. Es hatte ihn entgegen einer ersten Zusage nicht eingestellt, nachdem der Manager erfahren hatte, dass Sydor schwul ist.

Zudem muss sich das Zentrum bei dem Masseur entschuldigen. Vergeblich hatte das Management argumentiert, es habe einen besser qualifizierten Bewerber gefunden.

Das sei das erste Mal, dass ein tschechisches Gericht die Diskriminierung eines Homosexuellen verurteilt habe, sagte der frühere Chef einer tschechischen Homosexuelleninitiative, Jiri Hromada. Er hoffe nun, dass andere Betroffene dem Beispiel Sydors folgen und gegebenenfalls Klage einreichen. (APA)

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