Städtische zahlt höhere Dividende

18. Februar 2007, 19:18
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Die Wiener Städtische verspricht ihren Aktionären eine deutlich höhere Dividende. Sie selbst würde bei einer Kapitalerhöhung der Porr mitziehen

Wien - Für die Wiener Städtische bleibt Osteuropa der Wachstumsmarkt: Von den über sechs Milliarden Prämieneinnahmen kommen bereits 2,31 Milliarden aus den Osttöchtern. Und die etwa 500 Millionen Euro, die aus der Kapitalerhöhung Ende 2005 noch übrig sind, werden auch für Zukäufe verwendet. Derzeit ist die Städtische in Österreich, Tschechien, der Slowakei, in Rumänien, Bulgarien und Georgien Marktführer. Städtische-Chef Günter Geyer erwartet für 2006 einen um 30 Prozent höheren Konzerngewinn von 315 bis 320 Mio. Euro. Den Aktionären winkt eine von 66 Cent auf 80 Cent erhöhte Dividende.

Nichts abgewinnen kann Geyer dem Plan der Uniqa mittels im Auto eingebauter Satellitenbox Wenigfahrer die Prämie zu reduzieren. Geyer: "Wir überlassen es unseren Kunden, wo sie sich hinbewegen, und vertrauen ihnen. Auch bei uns bekommt man für das zweite Auto einen Bonus von 30 Prozent." Auch beim Katastrophenschutz ist die Städtische anderer Meinung: Sie ist gegen eine Pflichtversicherung bei Naturkatastrophen, spricht sich aber für eine Haftung der öffentlichen Hand aus.

An ihrer zehnprozentigen Beteiligung am Baukonzern Porr will die Städtische festhalten. Geyer bestätigte erstmals, dass "es in absehbarer Zeit Gespräche über eine Kapitalerhöhung geben wird". Die Porr brauche zwar nicht dringend Geld, aber sie entwickle sich sehr gut, daher werden auch die Gespräche über eine Kapitalaufstockung eingeleitet werden. Geyer: "Wir sind daran interessiert, an der Porr beteiligt zu sein. Porr-Aufsichtsratschef Klaus Ortner wollte die Pläne vor einer Woche nicht bestätigen. "Das steht jetzt nicht zur Diskussion, es ist nichts konkret geplant", so Ortner. Das Syndikat aus B&C-Holding, Städtischer und Ortner müsse einstimmig für eine Kapitalerhöhung votieren: "Über mich kann sich niemand hinwegsetzen", er sei auch gegen eine Zusammenlegung von Vorzügen und Stämmen. Ortner: "Warum soll ich mich verwässern lassen?" (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.1.2007)

  • Städtische-Boss Günter Geyer bezifferte den "Kyrill"-Schaden bisher mit 25 Mio. Euro.
    foto: standard/andy urban

    Städtische-Boss Günter Geyer bezifferte den "Kyrill"-Schaden bisher mit 25 Mio. Euro.

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