"Kärnten möglichst meiden"

24. Jänner 2007, 09:41
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ÖAMTC rät zu Vorsicht und Ketten - Am Abend Südautobahn und Karawankenautobahn gesperrt - Räumfahrzeuge kamen nicht mehr nach

Klagenfurt - Die auf Grund des anhaltenden heftigen Schneefalls in Kärnten aufgetretenen Probleme auf den Straßen und in der Stromversorgung haben sich Dienstagabend noch verschärft. Gegen 19.00 Uhr waren zwei Autobahnen - die Südautobahn (A10) zwischen Villach und der italienischen Grenze sowie die Karawankenautobahn (A11) im Bereich St. Niklas südlich von Villach - gesperrt. Tausende Menschen in Westkärnten waren weiterhin ohne Stromversorgung.

"Die Räumfahrzeuge werden der Schneemassen nicht mehr Herr", erklärte ein ÖAMTC-Sprecher der APA. Immer wieder zu Sperren beziehungsweise Behinderungen kam es auch auf der Tauernautobahn (A10) beim Wolfsbergtunnel nördlich von Spittal/Drau. Ebenfalls gesperrt waren die Katschberg Straße (B99) zwischen Gmünd und Seeboden, die Drautal Bundesstraße (B99) zwischen Greifenburg und Berg sowie die Plöckenpass Straße (B110) im Bereich Oberdrauburg.

"Kärnten möglichst meiden"

"Wir können allen Verkehrsteilnehmern nur dringend raten, Kärnten möglichst zu meiden", sagte der ÖAMTC-Sprecher. Falls man aber doch ins südlichste Bundesland fahren müsse, sollte man mit Ketten, zumindest aber mit Winterreifen ausgerüstet sein. Schwere Unfälle mit Verletzten sind bis zum Abend ausgeblieben.

Auch die Monteure der Kelag hatten Hochbetrieb. Immer wieder beschädigten umstürzende Bäume die Stromleitungen. Der Elektrizitätsversorger warnte eindringlich davor, durchhängende oder zerrissene Leitungen zu berühren, da sie noch unter Spannung stehen könnten. Am Abend waren laut Kelag noch bis zu 4.000 Haushalte ohne Stromversorgung. (APA)

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