100 Millionen Euro Orkan-Schaden

1. März 2007, 19:45
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Erste Bilanz: "Kyrill" war teuerster Wintersturm in Europas Geschichte – Viele Waldschäden

Wien – Nach dem stürmischen Besuch von "Kyrill" liegt eine erste Bilanz über das Ausmaß der Orkan-Schäden vor: 100 Millionen Euro. Diese Schadenssumme gab am Montag der Versicherungsverband Österreich bekannt. Höhere Schäden verursachten in den vergangenen Jahren nur die Hochwässer 2002 und 2005 (400 Millionen Euro beziehungsweise 200 Millionen Euro versicherte Schäden) und die Schneedruckschäden des Winters 2005/2006 (knapp 150 Millionen Euro).

"Kyrill" wird die Versicherungsbranche in ganz Europa nach Experteneinschätzung insgesamt bis zu acht Milliarden Euro kosten. Damit könnte es sein, dass "Kyrill" in Europa einer der teuersten Winterstürme der Geschichte war.

In Oberösterreich hat "Kyrill" mit Spitzen über 200 km/h Windgeschwindigkeit rund 1,5 Millionen Bäume geknickt. In Salzburgs Wäldern wurden 230.000 Festmeter Holz flachgelegt, das entspricht 15 Prozent des jährlichen Einschlages. Der Windwurf könne also im Lauf des Jahres wieder ausgeglichen werden, hofft Forstdirektor Franz Grill.

Stromausfälle seien in ganz Österreich großteils behoben, hieß es bei den Energieversorgern. Laut Energiesparverband sind die Anfragen nach Alternativenergie seit dem Orkan um ein Fünftel gestiegen. (APA, simo, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.1.2007))

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