Sickl tritt für Anhebung des Pensionsalters ein

16. Juli 2000, 13:21

Weiteres Anliegen: Lange Versicherungsdauer, früherer Pensionsantritt

Wien - Sozialministerin Elisabeth Sickl tritt dafür ein, langfristig auch eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters von 60 Jahren für Frauen und 65 Jahren für Männer zu überlegen. Im Gespräch mit der APA sagte Sickl, europaweit werde darüber nachgedacht, in Deutschland sei nun ein Pensionsalter von 67 Jahren im Gespräch und auch der Experte Bert Rürup habe dies vorgeschlagen. Deshalb müsse man sich auch in Österreich Gedanken darüber machen. In dieser Legislaturperiode werde es aber nicht mehr dazu kommen.

Weitere Anhebung des Frühpensionsalters

Auch eine etwaige Anhebung des Frühpensionsalters (56,5/61,5) um weitere eineinhalb Jahre im ASVG-Bereich, wie dies die Regierung in den Verhandlungen zur jetzigen Reform den Beamten vorgeschlagen hatte, werde die Kommission prüfen, kündigte Sickl an. Wenn es bei den Beamten dazu kommen sollte, würden die Experten auch hier eine Harmonisierung überlegen. Die Politik müsse jedoch rechtzeitig langfristige Maßnahmen vorbereiten.

Noch für diese Legislaturperiode sollen die Experten Vorschläge zum Aufbau einer zweiten Säule für das angestrebte Drei-Säulen-Modell (staatliche, betriebliche, private Vorsorge) erarbeiten. Damit solle die betriebliche Vorsorge "additiv" als Zusatzpension verstärkt installiert werden. Auch mit einer eigenständigen Absicherung für die Frauen werde sich die Kommission beschäftigen. Sickl kündigte auch an, Frauen mit 40 und Männer mit 45 Versicherungsjahren sollen auch in Zukunft früher in Pension gehen können.
(APA)

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