Wozu Zune? Weil Apple nicht wollte und die anderen "furchtbar" waren

3. April 2007, 12:20
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Internes Microsoft-Mail offenbart Beweggründe hinter eigenem MP3-Player - Redmonder hatten schon 2003 Angst, dass der iPod dem Windows Media Player schaden könnte

Immer wieder erlauben die diversen Rechtsstreitigkeiten von Microsoft einen Einblick in das innere Universum des Softwareherstellers. So ist auch im derzeit im US-Bundesstaat Iowa laufenden Verfahren gegen die Redmonder, in dem dem Konzern Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen wird, wieder ein aufschlussreiches Mail aufgetaucht.

Qualitätsfragen

Verfasst ist es einmal mehr von Windows-Chef Jim Allchin, aus dem elektronischen Schreiben, lassen sich die Beweggründe für die Entwicklung des iPod-Konkurrenten Zune gut herauslesen. So lässt sich Allchin darin über die seiner Meinung nach "furchtbare" Qualität der vom Parnterunternehmen Creative hergestellten MP3-Player aus.

Eingeständnis

Die User Experience im Zusammenspiel mit dem Windows Media Player sei in keinster Weise mit dem vergleichbar, was Apple mit der Kombination iTunes / iPod zu bieten habe. Als Konsequenz daraus riet er dazu die Partnerfirmen in diesem Bereich mit finanzieller Unterstützung zum Bau eines vernünftigen Geräts zu bringen.

Zune

Wenn dies nicht funktioniere, müsse man eben ein eigenes Gerät bauen - ein Unterfangen, dass schlussendlich mit der Veröffentlichung des Zune im November 2006 tatsächlich umgesetzt wurde. Weniger Glück dürfte man bei einer anderen Alternative gehabt haben: Allchin hatte vorgeschlagen mit Apple-Boss Steve Jobs persönlich zu reden, um ihn von einer Unterstützung für den Windows Media Player zu überzeugen. Seine Angst: Der iPod könnte die BenutzerInnen von der eigenen Software wegtreiben, immerhin ist diese stark an iTunes gebunden. (red)

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