Islamkritischer Lehrer gibt Schulunterricht auf

16. Juli 2007, 11:15
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Franzose erhielt nach polemischem Artikel Todesdrohungen per E-Mail - Keine Unterstützung vom Bildungsministerium

Paris - Der französische islamkritische Lehrer Robert Redeker will nach den Todesdrohungen gegen ihn nicht mehr an Schulen unterrichten. Redeker sagte am Samstag dem französischen Rundfunk, er werde stattdessen einen Posten im staatlichen Forschungsinstitut CNRS übernehmen. Das habe er mit Bildungsminister Gilles de Robien vereinbart.

Unter Polizeischutz

Der 52-jährige Philosophielehrer aus dem südfranzösischen Toulouse hatte per E-Mail mehrere Todesdrohungen erhalten, nachdem er im September eine scharfe Polemik gegen den Islam in der Tageszeitung "Le Figaro" veröffentlichte. Er musste anschließend unter Polizeischutz ständig seinen Aufenthaltsort wechseln.

Im Stich gelassen

In Interviews beklagte er sich damals, das Bildungsministerium habe ihn im Stich gelassen. Am Samstag sagte Redeker weiter, seinen Artikel bedauere er nicht. Darin hatte er den Koran als "Buch von unglaublicher Gewalt" und den Propheten Mohammed als "unbarmherzigen Kriegsherrn" bezeichnet. (APA/Reuters)

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    Per E-Mail erhielt der Islamkritiker Morddrohungen.

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