Der Völkermord an den Armeniern

22. März 2007, 15:29
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Hamburg - Die dem Osmanischen Reich zur Last gelegten Gräueltaten an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges hat die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen als Völkermord gewertet. Über ein Dutzend Staaten haben sich dieser Bewertung angeschlossen, darunter Frankreich, die Schweiz und die Niederlande.

Weil die mit den Deutschen verbündeten Osmanen die Armenier als gefährliche ausländische Elemente auf der Seite des Kriegsgegners Russland sahen, vertrieben sie 1915/1916 bis zu 1,8 Millionen Menschen. Bei den Deportationen kamen nach Angaben des Zentrums gegen Vertreibungen fast 1,5 Millionen Menschen ums Leben. Die heutige Türkei geht dagegen von etwa 200.000 Toten aus.

Im Osmanischen Reich lebten gegen Ende des 19. Jahrhunderts etwa 2,5 Millionen Armenier. In der heutigen Türkei gibt es nur noch eine kleine Minderheit.

Der Widerstand einer kleinen Gruppe von Armeniern wurde weltweit bekannt und ging auch in die Literaturgeschichte ein: In seinem Erfolgs-Roman "Die 40 Tage des Musa Dagh" schilderte der österreichische Schriftsteller Franz Werfel, wie sich im August und September 1915 mehrere tausend Armenier am 1.700 Meter hohen Berg Musa Dagh in Kilikien verschanzten. Kurz bevor sie erschöpft hätten aufgeben müssen, wurden sie von einem französischen und einem britischen Kriegsschiff gerettet. (APA/dpa/red)

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