Abgespeckte Rekonstruktion der Hohenzollernresidenz

22. Jänner 2007, 13:00
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Neues Konzept für Berliner Schlossplatz konzentriert sich auf kulturelle Nutzung und ist reduzierter und vor allem um 370 Millionen Euro billiger

Berlin - Das deutsche Bundesbauministerium hat nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag-Ausgabe) ein neues Konzept für die Bebauung des Berliner Schlossplatzes entwickelt. Danach soll die Rekonstruktion der 1950 gesprengten Hohenzollernresidenz mit Investitionen von rund 300 Millionen Euro deutlich preiswerter ausfallen als bislang geplant. Der Bau soll schon 2009 begonnen werden. Im Jahr 2005 war eine Machbarkeitsstudie noch von Kosten in Höhe von etwa 670 Millionen Euro ausgegangen.

Nach einem so genannten "konzentrierten Entwurf" soll der Neubau auf dem Schlossplatz als "Humboldt-Forum" ausschließlich für kulturelle Zwecke genutzt werden. Auf den lange erwogenen Gedanken, in Kooperation mit privaten Investoren im Ostflügel des Schlosses ein Hotel unterzubringen und eine Tiefgarage zu bauen, wollen die Planer ebenso verzichten wie auf die Überdachung des historischen Schlüter- Hofes und auf die Errichtung einer Kuppel über dem Hauptportal.

An diesem bedeutenden Ort Berlins sei die "Konzentration auf den kulturellen Kern" einer künftigen Nutzung entscheidend, sagte der Staatssekretär im Bauministerium, Engelbert Lütke Daldrup. Die Bundesregierung hatte das Vorhaben aus Kostengründen zunächst verschoben. (APA/dpa)

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    Dort wo derzeit noch der Palast der Republik demontiert wird, soll die Hohenzollernresidenz ab 2009 rekonstruiert werden.

  • Das Hohenzollern-Schloss in einer historischen Grafik.
    grafik: schlossberlin.de

    Das Hohenzollern-Schloss in einer historischen Grafik.

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