Stimmen zur 14. Etappe

15. Juli 2000, 22:56

"Warum ich so ärgerlich bin? Weil ich gerade acht Stunden im Sattel saß und meine Ruhe haben will."

Santiago Botero (Col/Kelme), Etappensieger: "Ich habe im Winter viel Kraftraining gemacht und ich ernte heute die Früchte dieser Arbeit. Ich bin der sechste Kolumbianer, der eine Etappe der Tour de France gewinnt (nach Lucho Herrera/1985 u. 94, Fabio Parra/85 u. 88, Oliverio Rincon/93, Cacaito Rodriguez/94 und Chepe Gonzalez/96). Ich sehe mich in der Tradition meiner Vorgänger. Für uns Kolumbianer ist Radsport etwas Einzigartiges. Dies ist der schönste Sieg meiner Karriere. Dieses Bergtrikot werde ich Virenque nicht lassen..."

Lance Armstrong (USA/US Postal), Gelbes Trikot: "Es war ein langer Tag. In der ersten Hälfte des Rennens ging es mir nicht gut. Am Izoard habe ich mich besser gefühlt. Acht Stunden auf dem Rad, das tut weh. Pantani hat stark attackiert. Stärker als am Ventoux. Marco ist ein starker Kletterer und ich ziehe meinen Hut vor ihm. Der Tag ist gerade mal rum, aber der nächste wird noch schwerer."

Marco Pantani (Ita/Mercatone Uno): "Ich habe ein Problem mit der Luftröhre, das mir ein bißchen Sorgen macht. Als ich angetreten bin, kam Armstrong nach. Er sagte zu mir: 'Du bist stark heute". Ich habe ihm entgegnet, er sei es aber auch. Er antwortete, am Ventoux sei er besser gewesen."

Jan Ullrich (Ger/Telekom): "Es war hart heute. Ich habe getan, was ich konnte. Ich habe meine Möglichkeiten heute ausgeschöpft und ich hatte auch gute Unterstützung durchs Team. Armstrong fährt superstark."

Richard Virenque (Fra/Polti): "Einige von den Favoriten waren heute hinüber. Der Wind hat es heute unmöglich gemacht, früh zu attackieren. Pascal Herve hat sich für mich geopfert. Die Etappe war für die Müden. Morgen wird man sehen."

Christophe Moreau (Fra/Festina): "Als Pantani attackiert hat, war es notwendig, dranzubleiben. Ich wusste, dass es heute um alles ging. Ich war vorn dabei und ich konnte meinen vierten Gesamtrang konsolidieren. Es ist toll. Vor dem Rennen hätte ich diese Platzierung sofort genommen, wenn sie mir jemand angeboten hätte."

Nicolas Jalabert (Fra/ONCE): "Das war heute nicht der Tag von Laurent. So ist das. Warum ich so ärgerlich bin? Weil ich gerade acht Stunden im Sattel saß und ich meine Ruhe haben will."

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