IBM, Intel und Co: Linux statt Windows

3. April 2007, 14:22
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Neue Linux Foundation soll Verbreitung des freien Betriebssystems fördern - Linus Torvalds erster Angestellter

Mit einem neuen Zusammenschluss wollen diverse Industriegrößen den Einsatz von Linux befördern: Die neu gegründete Linux Foundation soll für den Einsatz des freien Betriebssystems werben und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen an der Entwicklung beteiligten Unternehmen verbessern, dies berichtet die New York Times.

Mitglieder

Die Liste der Gründungsmitglieder liest sich wie ein Who-is-Who der IT-Branche: Neben IBM, Intel und Hewlett-Packard zählen dazu auch Oracle, Fujitsu , Hitachi, NEC, Novell, Motorola, Siemens und viele andere. Man wolle damit auch ein "klares Signal aussenden, dass man weiter zusammenarbeiten werde", so Daniel D. Frye, Vizepräsident des Bereichs "Open Systems Development bei IBM.

Gemeinsam

Zwar werden die Unternehmen auch weiterhin unterschiedliche Produkte auf Linux-Basis herausbringen, aber um eine Zersplitterung zu verhindern, sei ein solcher Zusammenschluss essentiell. Gemeinsam will man auch besser gegen den größten Konkurrenten antreten: Microsofts Windows Betriebssystem.

Windows-Vorteile

Im Moment gebe es einige Dinge, die Microsoft besser mache, vor allem wenn es um die Bewerbung und die Standardisierung von Windows gehe, gesteht James Zemlin, Executive Director der Linux Foundation ein. Die neue Organisation soll dafür sorgen, dass Linux künftig in diesem Bereich mithalten könne.

Zusammenschluss

In der Linux Foundation gehen auch zwei bisher schon bestehende Linux-Förderorganisationen auf. So etwa die Open Source Development Labs, die Linux-Gründer Linus Torvalds angestellt haben, und der ab sofort für die neue Foundation arbeiten wird. Auch die Arbeit der Free Standards Group wird künftig von der Linux Foundation übernommen.

Basis

Damit die Linux Foundation ein Erfolg wird, benötigt sie natürlich auch eine finanzielle Basis, mit der sie operieren kann. Um dies sicherzustellen, zahlen die teilnehmenden Organisationen jährliche Beiträg, so tragen etwa die acht derzeitigen "Platinum Members" jeweils mindestens 500.000 US-Dollar bei. (apo)

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