USA: Werbung sponsert Telefonrechnung

31. Jänner 2007, 10:28
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Werbespots gibt es künftig auch am Handy - Kann sehr genau auf Zielgruppe abgestimmt werden

Bald wird es Werbung auch am Mobiltelefon geben, wenn es nach den Vorstellungen von einigen US-Mobilfunkbetreibern wie Verizon, Cingular oder AT&T geht. Im Gegenzug planen sie, ihren Kunden gratis SMS, niedrigere Telefonrechnungen oder Gratisvideoclips anzubieten. In Großbritannien will ein Betreiber namens Blyk sogar einen Plan ausarbeiten, der es seinen Kunden ermöglicht, ihre Telefonrechnung komplett durch Werbung zu finanzieren, berichtet die New York Times.

Finanzierung

Es war anscheinend nur eine Frage der Zeit, bis auch Mobiltelefone, so wie fast alle anderen Medien auch, durch Werbung zumindest co-finanziert werden. Für Werbekunden bieten sich dadurch verschiedene Möglichkeiten ihre Produkte zu präsentieren, wie beispielsweise Videos, Textnachrichten oder Werbebanner auf den Displays. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Handywerbung dadurch sehr genau auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt werden kann. Denn Handybetreiber verfügen ja unter anderem auch über Informationen über Geburtsdaten. Damit die Idee auch wirklich greift, müssen Handybetreiber ihren Werbekunden allerdings beweisen, dass die Werbung auch wirklich gesehen wird.

Andere Wege

Einen etwas anderen Weg geht Xero Mobile. Das Mobilfunkunternehmen will eine Million Gratishandys in US-Universitäten verteilen und ihren Kunden 40 Prozent Rabatt auf ihre Anrufe geben, wenn sich diese bis zu vier Werbespots pro Tag auf ihrem Handy ansehen. Auch Google und Yahoo investieren in Handywerbung. Da sie ihre Suchmaschinen auch für Mobiltelefone anbieten, gibt es dort auch die schon aus dem Internet bekannten Sponsored-Ads. (pte)

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