Hillary Clinton will noch höher hinaus

Redaktion, 02. Jänner 2008 13:42

Die demokratische Senatorin hat angekündigt, dass sie in die Präsidentschaftswahl 2008 gehen möchte. Doch sie ist eine ungemein umstrittene Figur

Mit der Ankündigung "I'm in. And I am in to win" auf ihrer Website (www.hillaryclinton.com) ist Hillary Rodham Clinton Samstag früh offiziell in das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur eingestiegen. Damit hat sie alle anderen Kandidaten und selbst die Berichterstattung über den Irakkrieg medienmäßig kurzfristig in den Schatten gestellt.

Dass die als äußerst ehrgeizig bekannte Ex-First-Lady die Absicht hat, zu gewinnen, ist für niemanden eine Überraschung: die Spekulationen um ihre Kandidatur für das Amt, das ihr Mann Bill acht Jahre lang innehatte, hatten bereits während ihres ersten Wahlkampfes um den New Yorker Senatssitz 2000 begonnen.

Seit Monaten geben die Republikaner ihrer Hoffnung Ausdruck, Hillary möge doch kandidieren - das würde den sicheren Gewinn eines Republikaners im Jahr 2008 verbürgen. US-Bloggerkönig Andrew Sullivan schreibt in der londoner Times, er habe vor Kurzem mit dem erzkonservativen Pat Buchanan über die missliche Lage, in der sich die Republikaner befänden, gesprochen, und Buchanan habe ihm erklärt: "Nur eine kann uns jetzt retten; und das ist Hillary."

Die Umfragewerte der 59-Jährigen zeigen eines jedenfalls deutlich: Entweder man liebt Hillary, oder man hasst sie. Viele Demokraten befürchten, dass die von ihren Feinden als "Lady Macbeth" oder "Ice Queen" bezeichnete Senatorin landesweit einen höchst polarisierenden Wahlkampf führen könnte. Im schlimmsten Fall könnte sie selbst jene Republikaner, die ihrer eigenen Partei längst müde geworden sind, dazu veranlassen, aus ihren Schlupfwinkeln zu kommen, nur um gegen sie zu stimmen.

Fürsprecher der New Yorker Senatorin, die ihre Ansichten oft mit knarrender Stimme in leicht monotonem Tonfall von sich gibt, verweisen auf ihre Erfolge in New York: Niemand hatte ihr zugetraut, die konservativen Wähler im Norden des Staates zu überzeugen - doch das gelang ihr bereits 2000 mit langen "Zuhör"-Tourneen und einer zentristischen Politik. Im November 2006 wurde sie von den New Yorkern mit überwältigenden 67 Prozent wiedergewählt.

Im Oktober 2002 sprach sich Clinton für die Invasion des Irak aus. Mit dieser Pro-Kriegs-Haltung manövrierte sie sich in eine Position, die ihr von der Linken in der demokratischen Partei noch immer übel genommen wird.

Immer wieder wurde - vergeblich - von ihr verlangt, sie möge sich doch wie einige ihrer demokratischen Konkurrenten, etwa John Edwards, vom Krieg distanzieren. Für viele kam ihre Stellungnahme gegen die Truppenaufstockung im Irak zu spät.

Auch Joe Biden, der Vorsitzende des Außenausschusses im Senat, der ebenfalls für das Präsidentenamt kandidieren will, trommelt in der Öffentlichkeit laut gegen die Aufstockung der Truppen. Vergangene Woche schlug die Ankündigung eines anderen Demokraten hohe Wellen. Der Einstieg des charismatischen Barack Obama, Senator aus Illinois, zwang Hillary offenbar dazu, ihre Kandidatur früher als geplant bekannt zu geben - in erster Linie, um ihre Geldgeber bei der Stange zu halten: Der Milliardär George Soros hatte Ende vergangener Woche die Seiten gewechselt und Obama seine finanzielle Unterstützung zugesagt.

In Umfragen liegt Hillary mit 53 zu 39 Prozent noch weit vor Obama. Allerdings steht sie in wichtigen Vorwahl-Staaten, etwa in Iowa, nur an vierter Stelle hinter John Edwards, Obama und Ex-Gouverneur Tom Vilsack. Eine ihrer ersten Wahlkampfreisen wird daher bereits nächste Woche nach Iowa führen. (Susi Schneider, DER STANDARD-Printausgabe, 22.1.2007)

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konsi
04.09.2007 21:24

das sie sich am anfang für den irak-krieg war, wird wohl ein großes manko sein

Dyrn
22.01.2007 10:21
Ich fürchte, dass wieder ein Amerikaner gewinnt. ;)

Gimli
28.03.2007 21:04

Ich hoffe, ein Österreicher aus Kalifornien ;-)

Leo Trotzki
 
22.01.2007 19:57
wird wurscht sein

solange sich auch exilösterreichische GouvernantInnen trotzdem für die Todesstrafe aussprechen.

Maria Luise Prägant
22.01.2007 06:58
Es ist höchste Zeit

dass eine Frau in Amerika Präsidentin wird. Dass Hillary Clinton das Zeug zur Staatsfrau hat, beweist sie schon lange. Was soll das heißen, sie wird die WählerInnen polarisieren? Wir leben in einer polaren Welt und ich habe noch keinen Personen-Wahlkampf erlebt, der nicht polarisiert. Übrigens, mir ist bei Frau Rodham Clinton bis heute keine knarrende Stimme aufgefallen. Hat sie zur Zeit eine Stimmbänderentzündung? Ist der Autorin Frau Clinton vielleicht unsympathisch? Würde sie die Eigenschaft eines Senators, der Präsident werden möchte, auch als ehrgeizig bezeichnen und dass er noch höher hinaus will oder würde sie in diesem Fall vielleicht schreiben: Senator XY strebt das Amt des ... an?

Margherite
13.03.2007 08:29

Ob eine Frau oder ein Mann das Amt des Präsidenten bekleidet, halte ich nicht für wichtig.
Er oder sie soll einfach nur Hirn haben.

MarioV
24.01.2007 07:53

[...<]Dass Hillary Clinton das Zeug zur Staatsfrau hat, beweist sie schon lange[>...]
Für die USA stimmt das, denn sie ist ein eiskalter berechnender Machtmensch.
Siehe ihre Zustimmung zum Irakkrieg(und jetzt so tut als wäre sie dagegen gewesen)
Wobei Hillary noch extremer war als Bush und sogar Wehrpflichtige einsetzen wollte.
Unmenschlich ist auch ihre Haltung gegenüber den mexikanischen Einwanderern.
Es kommt halt nichts besseres nach.

asinus asinus
26.01.2007 09:27

...und kalt wie ein Fisch.

Urfahraner Auge
22.01.2007 07:47
Wen's nur um's Geschlecht geht

Wie waer's mit Condoleezza Rice?

Milli O'Naire
22.01.2007 08:52
uiiii...

eine Frau UND auch noch eine schwarze als Präsidentin? Das verkraften die USA nicht, das wäre zusehr anders...

Neben den USA würden es aber auch noch viele andere nicht verkraften (oder soll man sagen "überstehen"?). Die Rice ist noch böser als Bush - intelligenter, aber böser...

Falls es Hillary schaffen würde, würde es mich freuen, aber Condi...?

frederic heine
22.01.2007 02:51
Wenn ich will stielt der Bill.....

Im Land der unmoeglichsten Moeglichkeiten ALLES
ist moeglich.Warum nicht eine Frau am Ruder die
sowieso wie schon bewiesen leicht zu beeinflussen
ist von den easy-out neocons.
Zudem kommt,dass man in diesem Lande schon seit
laengerer Zeit Schein-Fuerung (Puppet Theater)
bevorzugt.
Mit ihrem Man, a semi flop ex leader noch am
Leben mit genug ironie und slander attached
zu seiner persoenlichkeit, ein Gewinnen dieser
Frau koennte das amerikanische Kasperltheater fast
interessant machen,speziell fuer die Weltpresse.

Morgengrauen
22.01.2007 00:07

Das lustigste:

Hillary am Ruder und Bill als First Gentleman. HA HA!

J H1
21.01.2007 22:18
Sie ist unter den Clinton Hassern

- also denjenigen die schon Bill nicht mochten - sehr umstritten und wird auch deren Stimmen nicht bekommen. Sie hat aber bessere Chancen als John Kerry etwa einige Suedstaaten zu gewinnen, ohne die es keinen landesweiten Sieg gibt.
Insgesamt wird Hillary eine groessere Chance fuer den Wahlsieg haben als die meisten 'Experten' behaupten.

Redwraithvienna
21.05.2007 11:43
Oh sie kann ohne die Südstaaten gewinnen

nur darf sie dann keinen Staat im Norden verlieren.
Und es kommt drauf an wo man die grenze zwischen Süd und Nord zieht.

Ich denke sie hat ganz gute Chancen zu gewinnen wenn sie es schafft die Westküste, die Ostküste bis Virginia und die Staaten um die grossen Seen für sich zu gewinnen ... vielleicht noch New Mexico, und Arizona dazu.

Florida ist eine Frage ... Da wirds drauf ankommen wer als gouverneur antritt und wie er / sie sich schlagen wird. (Jeb will ja oder kann ja nicht mehr)

Wenn sie Kerrys Staaten von 2004 schafft und dazu noch Ohio und vielleicht Florida übernimmt dann sollte das kein problem sein. und das trau ich ihr ohne weiters zu.

anti_trust
21.01.2007 23:27

Ja weil sie jetzt gegen Bush wettert - aber so ist der Wahlkampf nun einmal - sie ist die Stimme aus dem Off- die alles viel besser gemacht hätte.
Aber bis zur Wahl ist noch Zeit - mal sehen wie sie diese nützt.

Mother of Invention
21.01.2007 22:39
sieh an...

ein 'experte' ;-)

lisi meier
22.01.2007 10:29
nur "einer"?

anti_trust
21.01.2007 22:02
Ehrgeiz hat sie, aber sie ist zu weich.

Also ich bewundere Hillary - sie ist eine starke Frau - definitiv eine Leaderin, trotzdem - wie schon im Artikel erwähnt - sie polarisiert zu stark. Einerseits spricht sie sich für den Krieg im Irak aus - nachdem dieser aber ein Disaster ist, welches die Strategen in Washington nicht vorhergesehen habe (Stellungskrieg etc.) rudert sie um 180° Grad zurück und spielt Fähnchen im Wind. Jetzt die Truppen einfach abzuziehen und das Land seinem Schicksal zu überlassen, wäre das Schlimmste. Iran und Co wetzen schon ihre Messer und jeder will ein Stück vom Irak-Kuchen. Es muss ein Umdenken stattfinden - eine neue Strategie her - ein anderer Blickwinkel.

Wynette-Stolz
28.03.2007 21:59

Sie redet heisse Luft von sich, genau wie jeder Politiker!

In Europa ist sie sicher sympatisch weil sie genauso gegen Einwanderer ist. Oder kritisiert man da nur die USA wenn die weggewiesen werden?

MsLiberty
21.01.2007 21:34

Ich habe diese Frau immer enorm bewundert und tue es noch. Sie weiß, was sie will und zeigte immer Willigkeit und Fähigkeit dafür den vollen Preis zu bezahlen, das müssen ihr die mickrigen US_Männchen erst mal nachmachen. Kein Wunder, dass eine starke und klare Frau wie Hillary ihre Feinde hat, vor allem unter mickrigen Männchen.

Valentina Stein
25.01.2007 15:39
>Kein Wunder, dass eine starke und klare Frau wie Hillary ihre Feinde hat, vor allem unter mickrigen Männchen.

Wie frau ja hier WIEDER bestens sieht.

anti_trust
22.01.2007 09:52

Ich denke kaum, dass die "mickrigen" Männer Ihre Feinde sind - in Ihrem Posting kommt nur Ihre negative Haltung zu Männern im Allgemeinen zum Ausdruck.

Herr Mann
 
22.01.2007 01:11

mir gefällt ihre sprache nicht.

Ben Yehuda
22.01.2007 07:31
english?

i do not like your german either, dude!

Valentina Stein
21.01.2007 23:58
Dem schließe ich mich vollinhaltlich an.

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