Komponist und Kapellmeister Carl de Groof 83-jährig gestorben

Gründer des Österreichischen Rundfunk-Tanzorchesters und langjähriger musikalischer Begleiter von Heinz Conrads in "Was gibt es Neues?"

Wien - Der österreichische Kapellmeister und Komponist Carl de Groof (auch Karl de Groof, Karl Krof) ist tot. Er starb am Donnerstag (18.1.) im Alter von 83 Jahren in Javea in Spanien, wo er seit rund 30 Jahren lebte, wie ein Freund des Toten am Samstag der APA mitteilte. Der gebürtige Wiener war u.a. Gründer des Österreichisches Rundfunk-Tanzorchesters, musikalischer Begleiter von Heinz Conrads sowie Dirigent der Wiener Sängerknaben und komponierte u.a. für Film und Fernsehen.

De Groof wurde am 3. Dezember 1923 als Karl Krof in Wien geboren. Als Kapellmeister half er in den Nachkriegsjahren die Wiener Sängerknaben wieder aufzubauen. 1953 gründete er das "Symphonische Jazzorchester der RAVAG" (später Österreichisches Rundfunk-Tanzorchester), das bis in die 60er Jahre existierte. Einem breiten Publikum war de Groof als langjähriger musikalischer Begleiter des Rundfunk- und Fernsehlieblings Heinz Conrads bekannt, in dessen Sonntagmorgensendung "Was gibt es Neues?" er auch am Klavier saß.

Schallplatten mit Wiener Liedern und Heurigenmusik

Mit seinem Orchester Carl de Groof nahm der Musiker auch eine Reihe von Schallplatten mit Wiener Liedern und Heurigenmusik auf. Zu seinen Filmkompositionen zählen unter anderem die Musik zu Helmut Käutners Nachkriegsklassiker "Die letzte Brücke" (1954), zu Rolf Thieles "Lulu" (1962), Georg Tresslers "Der Weibsteufel" (1966) und der Fernseh-Serie "Der alte Richter" (1969) mit Paul Hörbiger.

Eine Erkrankung an multipler Sklerose zwang de Groof schließlich, sich aus dem Berufsleben zurück zu ziehen. Er übersiedelte nach Spanien, um im südlichen Klima das Fortschreiten der Krankheit einzubremsen, wie sein Freund der APA mitteilte. "Über seinen Beruf hat er nicht mehr gern gesprochen, ich denke, er hat nicht verwunden, dass er ihn aufgeben musste." (APA)

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4 Postings

Carl de Groof ist ein herrlicher name für einen musiker...

RIP Carl de Groof!

Lebt eigentlich Gustl Zelibor noch?

Nein. Und der Heinz Conrads auch nicht mehr.

Jetzt sitzen sie alle inklusive Herrn Pawlicky auf einer Wolke im Himmel und singen: "Was gibt es Neues?......"
Nach Gustav Zelibor wurde schon ein Park im 13.Bezirk in Wien benannt. Also ist er definitiv tot.

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