Bluray Kopierschutz gehackt

9. Juli 2007, 11:28
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Nach HD-DVD nun auch Sonys Format in Bredouille - Erster Film bereits kopiert - HD-DVDs in Tausch- börsen aufgetaucht

Ende des vergangenen Jahres hatte ein Hacker, bekannt unter dem Synonym Muslix64, Details zum Entschlüsselungsvorgang des Advanced Access Content Systems (AACS) im Internet gepostet - welches das Kopieren eines Mediums unterbindet, indem es vorgibt, welche Geräte es auslesen dürfen.

Wiederholungstäter

Der selbe Hacker hat nun in einem öffentlich zugänglichen Forum bekannt gegeben, mit einer ähnlichen Methode, die bereits die Schutzmechanismen der HD-DVD untergraben konnte, auch einen Film auf einem Bluray-Medium erfolgreich kopiert zu haben. Laut Muslix64 habe er aus einem Speicher-Abbild der Bluray "Lord of War" die Schlüsselinformation auslesen und damit die Inhalte unverschlüsselt kopieren können. Einen konkreten Beweis konnte der Hacker noch nicht anbieten, nachdem die beiden DVD-Nachfolger aber auf den selben Schutzmechanismus zurückgreifen (AACS), war die Entschlüsselung von Blurays allerdings nur eine Frage der Zeit.

Tauschen

Unterdessen sind bereits die ersten Kopien von HD-DVD-Filmen in Internet-Tauschbörsen aufgetaucht. Neben dem hartnäckigen Kopierschutz der neuen Medien, dürfte aber vor allem die pure Datenmenge von hoch aufgelösten Filmen das größte Hindernis für deren illegale Verbreitung sein. Wer die Entschlüsselungsmechanismen abseits von privaten Back-ups einsetzen möchte und Filme aus dem Internet saugen will, muss mit bis zu 50 GB pro Video rechnen. Datenmengen, die sogar heimische Provider mit "fair use"-Flatrates kaum unterstützen. (red)

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