Kein schnelles Ende für "Fensterprostitution" in Amsterdam

15. März 2007, 16:38
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Richter setzte Schließungsverordnung der Stadtverwaltung außer Kraft

Amsterdam - Zahlreiche von der Schließung bedrohte Bordelle im Amsterdamer Rotlichtviertel dürfen ihre Dienste vorerst weiter anbieten. Ein Richter setzte am Freitag eine von der Stadtverwaltung erlassene Schließungsverordnung außer Kraft. Die Stadt müsse zunächst über alle eingelegten Widersprüche gegen die Anordnung entscheiden und den Bordellbesitzern Möglichkeit zur Klage geben.

Betroffen sind 33 Bordelle auf den berühmten "Wallen" in Amsterdams historischer Innenstadt. Die Prostituierten warten dort traditionell leicht bekleidet in Schaufenstern auf ihre Kunden. Diese Art der Prostitution ist zwar erlaubt. Doch die Verwaltung der niederländischen Hauptstadt verdächtigt mehrere Bordellbesitzer, ihre legalen Geschäfte mit kriminellen Machenschaften zu verbinden. Vor allem von Geldwäsche ist die Rede. Allerdings bestreiten die Beschuldigten diese Vorwürfe. Während die Stadt ein sofortiges Einschreiten für nötig erachtet, sah der Richter keinen Grund zur Eile. (APA/dpa)

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