T-Mobile-Chef Pölzl geht nach Deutschland

9. März 2007, 13:47
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Robert Chvatal wird neuer T-Mobile-Austria-Chef - War bisher CEO in der Slowakei

Die Deutsche Telekom hat den Chefposten bei ihrer österreichischen Mobilfunktochter T-Mobile Austria intern nachbesetzt. Der bisherige Geschäftsführer der slowakischen T-Mobile Slovensko, Robert Chvatal, dem Österreich-Chef Georg Pölzl nachfolgen. Pölzl wechselt nach Bonn, wo er als Sonderbeauftragter des Vorstands der Deutschen Telekom für das laufende Effizienzprogramm zuständig ist.

"Sparen für Service"

Mit Anfang Jänner 2007 hatte Pölzl bereits die Führung des Gesamtprojekts für das Programm "Sparen für Service" der Deutschen Telekom übernommen. Die "Startbasis" dafür ist das vom ehemaligen Deutsche Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke entwickelte Sparprogramm, mit dem bis 2010 jährlich 5 Mrd. Euro eingespart werden sollen. Bis Ende 2008 wollte sich die Deutsche Telekom - wohlgemerkt ohne betriebsbedingte Kündigungen - von 32.000 Mitarbeitern trennen, rund 10.000 davon sollen das Unternehmen 2006 bereits verlassen haben.

Erst vor Kurzem hat auch Günther Ottendorfer (38), bisher Technikchef von T-Mobile Österreich, seinen Wechsel nach Deutschland bestätigt.

Zwei Jobs

Vor Journalisten in Wien begründete Pölzl damit, dass es nicht möglich sei, "zwei Jobs" parallel zu haben. Seinen Nachfolger habe er selbst vorgeschlagen. Zu seiner neuen Aufgabe nach neun Jahren an der Spitze von T-Mobile Austria hielt er sich bei seinem Abschied aus Wien stark bedeckt. Sein Vertag laufe bis Ende 2010.

300 Jobs abgebaut

In Österreich hat T-Mobile laut Pölzl seit der Übernahme des Konkurrenten tele.ring Ende April vergangenen Jahres knapp 300 Jobs abgebaut und hält jetzt bei rund 1.900 Mitarbeitern (etwa 1.800 Vollzeitäquivalente). Das außerordentliche Einsparungsprogramm im Rahmen der Fusion sei damit abgeschlossen. Die Österreichtochter sei "extrem schlank aufgestellt".

Anspruchsvoll

Die "anspruchsvollen Tarife" am österreichischen Markt machten es jedoch notwendig, sämtliche Effizienzreserven zu schöpfen". Allein 2006 sei das Tarifniveau um 10 Prozent gesunken. Im Rahmen der natürlichen Fluktuation werde T-Mobile Austria daher den Personalstand noch weiter nach unten bringen. Zielgröße nannte der scheidende Firmenchef keine.

Kundenzahlen

Seine Kundenzahl hat T-Mobile Austria 2006 auf 3,1 Millionen gesteigert, etwa 900.000 davon kommen von tele.ring. Beide Marken hätten trotz Fusion Kunden dazu gewonnen. Pölzl: "Es sieht so aus, als ob sich beide Marken dauerhaft gefestigt haben." T-Mobile Austria rückte damit weiter näher an den Marktführer A1 (Mobilkom Austria) heran, der seine Kundenzahl zuletzt mit 3,5 Millionen beziffert hat.

Der Umsatz der Deutsche-Telekom-Tochter stieg im Vorjahr von 885 Mio. Euro (2005) auf "über eine Milliarde Euro". Beim Gewinn sollten unterm Strich nach letzten Prognosen schwarze Zahlen stehen. Die Ergebnisse hätten sich "gut" entwickelt. "Wir haben unsere Ziele erreicht", so Pölzl. Ihre Bilanzpressekonferenz wird die Deutsche Telekom Anfang März abhalten. (APA/red)

  • Der bisherige Boss von T-Mobile Austria, Georg Pölzl
    foto: t-mobile austria

    Der bisherige Boss von T-Mobile Austria, Georg Pölzl

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    Robert Chvatal wechselt von T-Mobile Slovensko zu T-Mobile Austria

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