Mondi krempelt Papiermarkt um

8. Februar 2007, 14:31
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Der Papierkonzern Mondi von Österreich aus den Markt für Büropapier revolutionieren und mit der Weltneuheit "Neox" zu besseren Margen

Wien – Der Papierkonzern Mondi will von Österreich aus den Markt für Büropapier revolutionieren. Gelingen soll dies mit einer neuen Technologie, die das Herstellen von Kopierpapier mit besonders glatten Oberflächen erlaubt. Dieses Papier, das ab Juni unter dem Namen "Neox" auf den Markt kommt, soll auch deutlich bessere Margen als Normalpapier bringen, wie Unternehmenschef Günther Hassler bei der Präsentation sagte.

Das neuartige, mit Nanotechnologie hergestellte Papier hat die Glätte von gestrichenem und die gute Toner-Haftung von ungestrichenem Papier. Es soll für Farblaser-Anwendungen genutzt werden und sei speziell für Bilder, Grafiken und Folder geeignet. Zunächst werden am Mondi-Standort in Kematen (NÖ) rund 1000 Tonnen produziert. Von Vorteil sei, dass man die vorhandenen Maschinen nicht umgerüsten müsse.

"Neox" wird um etwa 25 Prozent teurer sein als vergleichbares hochqualitatives Papier. Das Potenzial dafür sei groß, sagte Hassler; der Markt für Farbkopierpapiere wachse mit 14 bis 15 Prozent pro Jahr deutlich stärker als der Rest. Gegenüber der Konkurrenz habe man mit der in Österreich entwickelten Technologie einen Vorsprung von rund zwei Jahren. Bis Juni soll die zum britisch-südafrikanischen Anglo-American-Konzern gehörende Mondi Gruppe in London an die Börse gebracht werden, bestätigte Hassler, ohne Details zu nennen. Eine Zweitnotierung in Wien sei inzwischen auszuschließen. (stro, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 19.1.2007)

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    foto: standard/newald
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