Grenzen der Belastbarkeit

17. Jänner 2007, 16:46
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Augen sind zwar sensibel, aber auch sehr belastbar: Wenn wir tagsüber wach sind, sind die Augen ständig aktiv. Allerdings gibt es Grenzen für die Belastbarkeit:

  • Bei sehr schlechten Lichtverhältnissen, bei grellen oder blendenden Licht wird besonders die Netzhaut belastet, es kommt zu Photophobie (Lichtscheuheit) und im Extremfall zu krankhaften Veränderungen wie Makulopathien. Dies wurde vereinzelt beobachtet bei der Sonnenfinsternis, wenn Menschen die Blendungsempfindlichkeit unterdrücken und lange in die Sonne schauen. Vorbeugung: spezielle Sonnengläser, spezielle Lichtschutzgläser (Schweißarbeiten oder Sonnenbeobachtung)

  • In der Dämmerung durch die natürlich weite Pupille, wodurch die Sehschärfe relativ abnimmt und dadurch die optische Wahrnehmung anstrengend wird. Vorbeugung: Entsprechende Beleuchtung daheim, außer Haus Belastungen gering halten, zum Beispiel beim Autofahren gezielt Pausen einlegen.


  • Belastungen durch Witterung oder Umgebung: In staubiger Luft oder in sehr trockener Umgebung leidet die Hornhaut und es kann Beschwerden bei der optischen Wahrnehmung kommen. Vorbeugung: Schutzgläser, Pflegetropfen (Tränenersatzmittel)


  • Es gibt noch unzählige weitere Belastungsfaktoren. Ein ganz wichtiger Faktor ist auch die psychische Spannung: im Stress sind wir zwar aufmerksamer gegenüber einer bestimmten Sache, aber es leiden die anderen Sinnesfunktionen: zum Beispiel kann es sein, dass man unter großen Druck genau an alle Details eines Problems denkt, aber die Sehfunktion reduziert ist und leicht stolpert, weil man Hindernisse übersieht. Vorbeugung: Entspannungsübungen. Eventuell therapeutische Gespräche. (red/Quelle: Dr. Johannes Nepp)
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    foto: fotdisc
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