Schließlich war (fast) jeder einmal Kellner

16. Jänner 2007, 21:17
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Wieder einmal: Promis kellnern zugunsten von "Licht ins Dunkel"

Dass alles, was im echten Leben für Beliebtheit und Glaubwürdigkeit ausschlaggebend ist, komplett irrelevant wird, sobald man halbwegs passabel aussieht und das Etikett "Promi" trägt, beweisen auch andere gerne. Und es ist ja auch wirklich schwer, mit KHGs und Fionas Kapriolen und Volten mitzuhalten. Dennoch: Auch Barbara Wussow und Albert Fortell gehören in jede echte Beweisführung dafür, dass VIPs mit so ziemlich allem (in ihrem Fall: der Bezug von Sozialhilfs- und Notstandsgeldern) durchkommen, ohne, dass das ihrem Glamfaktor auch nur im geringsten schadet.

Blitzlichter

Und falls jemand doch daran zweifelt: Als das Schauspielerpaar Montagabend beim traditionellen Promis-kellnern-zugunsten-von-Licht-ins-Dunkel-Abend von Dancing-Star-Siegerin Marika Lichter in Reinhard Gerers "Palazzo" auftrat, löste das einen TV- und Fotografenansturm aus dem gesamten deutschsprachigen Raum aus, den es laut "Palazzo"-Sprecher Oliver Jauk "bis dato höchstens bei der Gala-Premiere mit den Kimmels" gegeben hat. Neben den beiden teilzeit-verarmten Mimen taten aber auch andere das (servieren nämlich), womit so mancher heutige Bühnenstar seine Brötchen verdiente. Bevor sich die Frage stellte, ob die Zeit zwischen zwei Top-Engagements tatsächlich als "Notlage" gilt. Ruth Brauer und Adi Hirschal etwa. Nur: Wer eher im Kultur- denn im Gesellschaftressort auftaucht, kann mit echten Society-Kalibern halt kaum mithalten.

Egal. Der Abend brachte 28.000 Euro ein - und das ist, freute sich Lichter, neuer Rekord. (rott, DER STANDARD Printausgabe, 17.01.2007)

  • Kein schaler Beigeschmack, trotzdem (deshalb?) nur Nebendarstellerin: Brauer bei Palazzo
    foto: toppress/palazzo/schöndorfer

    Kein schaler Beigeschmack, trotzdem (deshalb?) nur Nebendarstellerin: Brauer bei Palazzo

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