Nachhilfe

13. März 2007, 16:28
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Soll ein SP-Bundeskanzler mit Gummistiefeln und Kübel in einem Hochwasser herumwaten und so tun, als würde er persönlich mitschöpfen? Wenn man das politische Schicksal von Viktor Klima betrachtet - eindeutig nicht. Soll ein SP-Bundeskanzler einmal pro Woche in einer Wiener Volksschule mit hohem Ausländeranteil zwei Stunden Nachhilfeunterricht in Deutsch geben? Vom rein praktischen Wert her wäre das wertvoller als Klimas virtuelles Wasserschöpfen. Özdemir und Slavica brauchen dringend Deutschunterricht und so genannte "Stützlehrer" (die die letzte Regierung gestrichen hat).

Das Schicksal der Zuwandererkinder hängt von ihren Bildungsmöglichkeiten ab und davon wieder der soziale Friede in Österreich. Der vielsprachige Gusenbauer wäre auch kein schlechter Lehrer. Nur ist die Frage, ob die Aktion politisch aufgeht. Seine linken Studenten, denen er ein Beispiel bieten will, macht er damit noch wilder.

Und die ganze Sache riecht natürlich einen Kilometer gegen den Wind nach Spin-Doktor-Idee. Könnte aber sein, dass Gusenbauer das ernst meint. Dann muss er allerdings seine Nachhilfe durchhalten, Woche für Woche, Jahr für Jahr, bis zur nächsten Wahl. (Hans Rauscher/DER STANDARD, Printausgabe, 17.1.2007)

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