EU-Studie sieht deutliche Vorteile für Open Source

18. Jänner 2007, 10:37
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Umstellung auf freie Software führt langfristig zu deutlichen Kosteneinsparungen - Gute Noten für OpenOffice.org

In einer neuen Studie setzt sich die EU-Kommission mit der Wirtschaftlichkeit von Open Source-Umsetzungen auseinander. Dabei kommt die "Study on the Economic impact of open source software on innovation and the competitiveness of the Information and Communication Technologies (ICT) sector in the EU" zu durchwegs positiven Ergebnissen für die freie Software.

Migrationen

So würden sich bei allen bisher vorgenommenen Migrationen von proprietärer Software auf Open Source-Anwendungen langfristig deutliche Kosteneinsparungen zeigen. Lediglich im ersten Jahr komme es durch die Umstellungskosten und Schulung zu einem kurzen Anstieg, anschließend fallen aber bald die weggefallenen oder geringeren Lizenzkosten deutlich ins Gewicht. Als Basis der Studie dienten die Erkenntnisse von sechs europäischen Organisationen, darunter auch die Regierung der spanischen Region Extremadura, die in der Vergangenheit für ihre ambitionierten Open Source-Projekte bereits einiges an Aufmerksamkeit erhalten hat.

OpenOffice.org

Gute Noten stellt man auch der freien Office-Alternative OpenOffice.org aus: Mit dieser lasse sich ebenso produktiv arbeiten, wie mit der marktbeherrschend Software von Microsoft. Für den alltäglichen Büroeinsatz seien alle notwendigen Funktionalitäten vorhanden, lediglich die Konvertierung von Dateien mit vielen Makros identifiziert man noch als Problembereich. Einen zusätzlichen Pluspunkt stelle die Verwendung des freien OpenDocument-Formats zur Speicherung der Dokumente dar.

Akzeptanz

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Zumindest in Europa erfreut sich freie Software einer stark steigenden Akzeptanz in Unternehmen. Besonders Deutschland tut sich dabei als Vorreiter hervor: 30,7 Prozent der Unternehmen verwenden entsprechend bereits Open Source-Software für ihre Server, am Desktop kommen Open Source-Programme ebenfalls bereits in rund 12 Prozent der Unternehmen zum Einsatz. (red)

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