Warimpex: Erster Börsengang 2007

26. Jänner 2007, 18:48
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50 bis 60 Millionen Euro netto erwartet sich der private Hotelentwickler Warimpex aus dem aktuellen Börsengang in Wien und Warschau

Wien - Warimpex, eine Immobilienentwicklungs- und Investmentgesellschaft mit Schwerpunkt auf Hotels in Zentral- und Osteuropa startete am Freitag ihren Börsengang in Wien und Warschau. Über eine Kapitalerhöhung werden bis zu sechs Mio. Stammaktien sowie bis zu drei Mio. Aktien aus dem Besitz der Gründungsaktionäre (Franz Jurkowitsch und Georg Folian) im Publikum platziert. Die Preisspanne liegt zwischen 8,50 und 13 Euro. Die Zeichnungsfrist läuft bis 23. Jänner.

Folians Vater gründete 1959 die Firma, die heute 80 Prozent ihres Geschäfts mit Hotelimmobilien in Osteuropa macht. Jurkowitsch und Folian, die jetzt 94 Prozent am Unternehmen halten, werden nach dem IPO ihren Anteil auf 67 Prozent reduzieren; der Rest geht in den Streubesitz. Wilhelm Hemetsberger vom Leadmanager CA-IB erwartet, dass zehn bis 20 Prozent des Streubesitzes tatsächlich bei Privaten platziert werden, der Rest dürfte bei Institutionellen landen, vor allem in Großbritannien, Skandinavien und bei deutschen Fonds. Warimpex zählte zu den Pionieren in Osteuropa, sie ist bereits seit 1982 - früher als jede österreichische Bank, wie Hemetsberger betonte - in der Region tätig. Warimpex-Chef Jurkowitsch zum Geschäftsmodell: "Wir kaufen den Grund, entwickeln Hotels und Büros und verkaufen sie nach zwei bis fünf Jahren weiter."

Für 2006 wird ein Gewinn von 15 bis 20 Mio. Euro erwartet. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre wurden jeweils rund fünf Mio. Euro an Dividende ausbezahlt. Die Dividendenauszahlung wird beibehalten. Zur Warimpex gehören elf Luxus- und Business-Hotels sowie neun Geschäfts- und Bürogebäude, die zusammen 382 Mio. Euro wert sind. Jurkowitsch will künftig jährlich acht neue Projekte starten und zwei bis drei Objekte verkaufen. Bisher war das Verhältnis drei zu eins. Neu hinzu kommt die Low-Budget-Schiene (kleinere Hotels, ohne Gastronomie und Konferenzräume). Hier sind jährlich fünf bis zehn Neugründungen geplant. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13./14.1.2007)

  • Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch will mit dem frischen Geld schneller wachsen.
    foto: standard/newald

    Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch will mit dem frischen Geld schneller wachsen.

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