Universal setzt Hoffnungen in Klassik- und Jazz-Downloads

9. Juli 2007, 11:28
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Derzeit über 100.000 Titel im Angebot - Hoffnung auf ältere Zielgruppe

Das weltgrößte Plattenlabel Universal Music setzt seine Downloadhoffnungen in den Klassik- und Jazz-Bereich. In Großbritannien hat der Konzern jetzt eine Plattform, die sich ausschließlich diesen Genres widmet, gestartet. Damit will Universal sich die steigende Nachfrage nach digitaler Musik zu Nutze machen. Fürs erste rechnet das Label zwar nicht mit überragenden Verkaufszahlen, spätestens im dritten oder vierten Quartal des Jahres erwarte man aber positive Bilanzen, so Mark Wilkinson, Marketing Direktor im Bereich Klassik und Jazz bei Universal.

Angebot

Derzeit steht das Angebot nur Nutzern in Großbritannien zur Verfügung, doch das soll sich bald ändern. "In den kommenden Monaten wollen wir weitere Plattformen in anderen europäischen Ländern einführen", sagt Jonathan Gruber, Vice President New Media Universal Classics, im Gespräch mit pressetext. Eine bestimmte Reihenfolge der betreffenden Nationen sei allerdings noch nicht festgelegt. "Bisher ist das die erste und einzige Downloadplattform, die Universal betreibt. Klassik und Jazz haben wir gewählt, weil wir hier einen sehr reichhaltigen Katalog anbieten können und andere Musikrichtungen wie Pop oder Rock von vielen Portalen bereits abgedeckt werden", erklärt Gruber.

Vor allem die ältere Generation könnte großes Interesse an dem neuen Angebot zeigen. Bei Universal geht man davon aus, dass sich aber generell alle Altersgruppen angesprochen fühlen. "Klassik und Jazz sind quer durch alle Generationen gefragt. Jede Altersgruppe liebt diese Musikrichtungen", ist Gruber überzeugt. Viele Nutzer haben den Wunsch ihre bestehenden Sammlungen mit neuen Aufnahmen oder besonderen Raritäten zu erneuern und aufzuwerten. Das Universal-Portal hat dafür derzeit über 100.000 Songtitel und 8.000 CDs im Angebot und will dieses pro Monat um weitere 1.500 Tracks erweitern. Die Kosten für einen Download liegen bei 1,50 Dollar aufwärts, entsprechend den gängigen Downloadpreisen.

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Die Einführung der Klassik- und Jazz-Webseite ist auch auf das vergangene Jahr zurückzuführen. 2006 war das beste Jahr der Plattenfirma in diesen Bereichen. Und glaubt man aktuellen Studien, die Universal durchführen hat lassen, sind bereits 60 Prozent der über 50-jährigen Briten - und damit die entsprechende Hauptzielgruppe - im Internet aktiv. Zum Start der Plattform habe sich das Label auch entschieden, weil der Klassik- und Jazz-Bereich bisher in punkto Downloads einerseits nicht ausreichend abgedeckt war und viele Dateien nur in schlechter Qualität angeboten wurden. (pte)

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