Unter dem Vulkan: Haus, Schwein, Tracht

24. September 2007, 14:59
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850 Betriebe aus 76 oststeirischen Gemeinden, haben sich unter dem Dachnamen "Steirisches Vulkanland" zusammengeschlossen

Wien - 850 Betriebe aus 76 oststeirischen Gemeinden, haben sich mittlerweile unter dem Dachnamen "Steirisches Vulkanland" zusammengeschlossen. Ziel der Betriebe ist es, den Wirtschaftsstandort in den Bezirken Radkersburg, Feldbach, Weiz und Fürstenfeld zu stärken und die Region nach außen hin bekannt zu machen.

"Längerfristig wollen wir eine Lebenskultur schaffen, in der Menschen behutsam mit ihrer Region und ihren Produkten umgehen und die uns von anderen Regionen unterscheidet", sagt Roman Schmidt vom Verein zur Förderung des Vulkanlandes. Im Vordergrund stehen für die Handwerks-, Kulinarik- und Tourismusbetriebe Innovation, Kreativität und Individualität.

Die Mitgliedsbetriebe der Marke Vulkanland ziehen eine durchwegs positive Bilanz. Tischler Karl Schiefer aus Kohlberg, der ein Bio- Vulkanhaus konzipierte, das aus den Werkstoffen der Gegend, Holz und Lehm, besteht, ist zufrieden: "Wir sind mit unserem Haus seit einem Jahr auf dem Markt, und die Nachfrage ist enorm gestiegen. Die Leute wollen nachhaltig und gesund wohnen."

Eigene Tracht

Josef Schiffer vom Modehaus Hiebaum in Studenzen hat eine eigene Tracht für die Region entwickelt. Er sagt, "uns hat die Idee eines regionalen Outings gefallen". Franz Habel, Geschäftsführer der Fleischwarenmanufaktur Vulcano in Feldbach, dessen Spezialität der Rohschinken des "Vulcano-Schweines" ist, meint: "Wir setzen auf Regionalität und wollen uns unserer Stärken bewusst sein und das Jammern abgewöhnen."

Die Idee, die oststeirischen Gemeinden zusammenzuschließen, entstand 1999. "Aus einem Grenzland, das mental in den Köpfen der Menschen nicht viel dargestellt hat, sollte eine Zukunftsregion werden", sagt Schmidt.

8586 Menschen arbeiten im traditionellen Handwerk, das sind 37 Prozent der Arbeitsplätze des Vulkanlandes, 764 Lehrlinge werden ausgebildet. Die Wertschöpfung beträgt 577 Millionen Euro. (Barbara Forstner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.1.2007)

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    foto: vulkanland
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