Tele2UTA mit neuem Chef

8. Februar 2007, 14:55
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Robert Hackl folgt überraschend Norbert Wieser nach, der das Unternehmen nach acht Jahren auf eigenen Wunsch verlässt - 330 Millionen Euro Jahresumsatz

Wien - Knalleffekt bei Österreichs zweitgrößtem Festnetz- und Internetanbieter Tele2UTA: Der bisherige Chef Norbert Wieser verlässt nach acht Jahren überraschend das Unternehmen, sein Nachfolger wird mit heutigem Tag Robert Hackl. Er war bisher für die Bereiche Marketing & Sales verantwortlich. Unter Wieser war Tele2 im Privatkundengeschäft zu einer starken Konkurrenz zu Marktführer Telekom Austria geworden. Anfang 2005 hatte Tele2 dann Mitbewerber UTA übernommen.

Als Grund für den Wechsel nannte der für Zentraleuropa zuständige Tele2-Chef Anders Olsson die abgeschlossene Zusammenführung von Tele2 und UTA. Wieser stehe während der Übergangsphase dem Unternehmen als Berater zur Seite, teilte das Unternehmen Donnerstagnachmittag mit.

Karriere

Der gebürtige Salzburger Robert Hackl startete seine Berufslaufbahn im Bankenbereich bei der SBC Warburg Group in Zürich ehe er zu McKinsey & Company wechselte. Von 1996 bis 2006 leitete er dort im In- und Ausland erfolgreich zahlreiche Beratungsprojekte im Telekombereich, ehe er ins Management zu Tele2UTA wechselte.

Der heute 36-jährige absolvierte sein Betriebswirtschaftsstudium an der WU Wien, erwarb seinen MBA an der J. L. Kellogg Graduate School of Management, sein Doktorat an der Universität Wien im Marketing-Bereich und seinen Master of International Management (CEMS-MIM) an der HEC Paris.

330 Millionen Umsatz im Vorjahr

Tele2UTA ist der zweitgrößte Festnetz- und Internetanbieter in Österreich und aus der Übernahme der UTA durch Tele2 im Jahr 2005 entstanden. Das Unternehmen hatte zuletzt einen Jahresumsatz von voraussichtlich 330 Mio. Euro vermeldet, weitere Bilanzzahlen liegen nicht vor.

Nach Eigenangaben hat der Konzern 1,2 Millionen Kunden, davon 185.000 im Mobilfunk, beschäftigt werden rund 350 Mitarbeiter. Bisher wurden 183 Standorte entbündelt - sprich die "letzte Meile" der Telekom Austria übernommen. Damit würden 55 Prozent der privaten Haushalte und über 60 Prozent der österreichischen Firmenstandorte abgedeckt. (APA)

  • Unter Wieser wurde Tele2 zur starken Konkurrenz für Platzhirschen Telekom Austria, jetzt löst ihn Hackl (Bild) übverraschend ab.
    foto: pressetext

    Unter Wieser wurde Tele2 zur starken Konkurrenz für Platzhirschen Telekom Austria, jetzt löst ihn Hackl (Bild) übverraschend ab.

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