Beinlinge

Redaktion, 6. Februar 2007, 17:00
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    Beinlinge aus weichem Leder

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    Gamaschen für Damen und Herren

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    Legwarmer

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    Wadenwärmer sind im 21. Jahrhundert wieder topmodisch.

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    Gamaschen der philippinischen Designerin Lulu Tan Gan

Mit dem Revival der 80er-Jahre sind auch die Wadenwärmer wieder zurück - Was Jane Fonda zum Aerobic trug, gilt nun als ausgehfein

Im modischen Gedächtnis gehören sie zu den 80er-Jahren wie "E.T." und "Dallas". Jane Fonda trug sie zum Aerobic und wir selbst in jungen Jahren über Leggin(g)s" und zum Minirock. Nun sind sie seit geraumer Zeit wieder in der Modeszene zu sichten und gelten speziell über High-Heels gestülpt als topmodisch.

Kostümhistorisch betrachtet stammen die Wadenwärmer (engl. Legwarmer) von den altgermanischen Beinbinden ab, die aus Schutzgründen gegen Kälte und Verletzungen über die Hosenbeine gebunden wurden. Im Spätmittelalter umschlossen lederne Beinlinge den ganzen Fuß und reichten bis übers Knie, wo sie seitlich geschnürt wurden. Sie waren sozusagen die Vorläufer der Stutzen und Strumpfhosen. Der Überbegriff für all diese Bein-Bekleidungen heißt Gamasche - urspr. span. Bezeichnung für die Lederart "gaudamaci", Leder aus der libyschen Stadt Ghadames - und wurde im 17. Jahrhundert ins Französische mit "gamache" übernommen.

Verschiedene Materialien

Um 1650 waren die Gamaschen Überstrümpfe, die bis zum halben Oberschenkel reichten und mit Kniebändern gehalten wurden. Im 18. Jahrhundert gehörten Modelle aus Filz, Wollstoff, Leinen und Leder zu Uniformen aller Art und wurden mit der Zeit auch von männlichen Zivilpersonen als Kälteschutz getragen. Diese wiederum reichten vom Knöchel bis zum Knie und wurden anfänglich im Schuh, später mit Steg und Vorfuß darüber getragen. Die gemeinhin als klassische Gamasche verstandene Version kam 1820 auf. Sie bedeckte gerade den Knöchel sowie den halben Schuh und der seitliche Knopfverschluss galt neben der Funktionalität als modisches Beiwerk.

Doch richtig trendy wurden die Gamaschen erst um 1900. Im Sommer trug sie der modebewusste Mann zum Cutaway, und zwar aus weißem Hopsack (schwerer Wollstoff mit flauschiger Unterseite), oft auch champagnerfarben mit Steg. Im Winter waren sie aus Boxcloth (dickem Wollstoff), der farblich auf den Anzug abgestimmt sein sollte. Und für sportliche Aktivitäten wurden die sogenannten Nordfolk-Gamaschen angelegt.

Bis etwa 1922 erfüllte die Gamasche zwei Zwecke: Kälte- und vor allem Staub- und Nässeschutz sowie modisches Accessoire. Einen letzten Höhepunkt erfuhr sie in den 30er-Jahren als schmückendes Beiwerk zur gestreiften Hose, bis sie nach dem Zweiten Weltkrieg ganz verschwand.

Gamaschen für Damen

Was bisher den Herren vorbehalten war, wurde für die Damen während des Ersten Welktkriegs gewissermaßen eine Notwendigkeit. Da die "Kriegskrinoline" nur die halben Waden bedeckte, musst ein Kälteschutz her, um den Abstand zwischen Kleidersaum und Pumps zu schließen. Diese Gamaschen aus Stoff waren eng anliegend, ebenfalls seitlich geknöpft, aber höher als jene für Männer.

Mitte der 60er-Jahre waren kurzfristig kniehohe Gamaschen zu Mänteln in Minilänge en vogue. Etwa zwanzig Jahre später kamen gestrickte, röhrenförmige Wadenüberstrümpfe nach Vorbild der Ballettänzerinnen auf, die bereits eingangs erwähnten Legwarmer.

Ohne modische Intention und als reiner Gegenstand der Funktionalität dienen Sport-Gamaschen für beide Geschlechter seit Jahren als Nässeschutz beim Skifahren, Bergsteigen, Rodeln etc. Sie bestehen aus imprägniertem Baumwoll-Gabardine oder aus Perlon mit Gummizug an den Säumen. (dabu)

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Kommentar posten
19 Postings
Timagoras
 
00
21.3.2007, 14:42
nein!

damienduff
03
wääääh, schaut das verschissen grindig aus

fetznpupperl
 
20
wann's schee mocht

bitte - dann mögen uns die modemacher mit schönster regelmässigkeit die verschiedensten jahrzehnte um die ohren hauen. an einer frau mit einer figur wie z.b. heidi klum schaut auch eine knallenge geringelte leggings mit neon-pinkfarbenen legwarmern einfach nur gut aus.

wovor mir persönlich allerdings gruselt, sind im falle des 80's-mode-revival übergewichtige teenie-mädels und frauen, die ihre adipösen schenkerln in leggings und legwarmer stecken und dann im knackwurst-look die straßen unsicher machen... wann kapieren die menschen endlich, dass die meisten modetrends nur von 0,1 % der weltbevölkerung getragen werden können?

Eva Hexe
 
20
knackwurst

manche der jungen mädls schauen mir ihren hüfthosen und kurzen jacken auch schlimm aus. nicht, daß sie richtig "blaad" wären, aber derartige mode schaut nur bei hungerhaken gut aus.

Dante Alighieri
01
Das sehe ich anders.

Sieht nur bei normaler Figur gut aus, weder bei Hungerhaken noch beim Gegenteil...

a.jones
11
26.3.2007, 11:06
kömma uns drauf einigen,

dass hüfthosen an kaum einer frau gut aussehen?

Wildlachs
01
Bitte nicht!

Laßt doch die 80er in Frieden ruhen! So toll war die Mode damals nicht, daß man sie unbedingt wiederbeleben müßte.

Roter Baron
32

es war auch die musik ziemlicher müll
ein unrühmliches jahrezehnt

Eva Hexe
 
01
musikmüll

komisch nur, daß immer wieder musik aus den 70er, 80ern gesampelt werden. soooo schlecht kann sie also auch nicht gewesen sein. oder was meinst du welche musik aus den 90ern als "evergreen" in 20 jahren gespielt wird?

Thomas Felder
00
21.3.2007, 08:11

vieles zb Nirvana

Naschgul
00

Mich (Jg. 74) graust auch jedes Mal, wenn irgendwelche Designer wieder ein 80er-Jahre-Revival ausrufen. Aber meine Kollegin, zarte 26, findet Legwarmer total super. Die hat aber die 80er Jahre nicht bewusst erlebt :)

Christian90
10
Aber,

die Fönfrisuren der 80er sind doch echt genial oder?

fetznpupperl
 
00
nur zwei worte:

farah fawcett - die unsäglichste fönwelle des jahrzehnts ;o)

Endlichdreißig
00

Limahl.
Noch schlimmer.

Susanne Kapeller
01
Total out

Also Legwarmer sind ja schon wieder so was von out. Das war vielleicht vor ein bis zwei Saisonen mal ganz hip, aber jetzt?!?!?!

Dante Alighieri
00
In England grad super-hip...

Angelika Kartusch
00
auch in New York sehr trendy...

...die mode hier in new york ist ueberhaupt derart eighties-lastig... beinahe unpackbar, ich ertappe mich immer wieder beim kopfschuetteln... legwarmers und leggings gehoerten schon letztes jahr zur grundausstatung der gestylten bobo frau... so etwa im november gesehen in der lower east side: 8 uhr frueh, es war unglaublich kalt, circa null Grad C, vor mir geht eine frau mit legwarmers, die ueber den knoechel gehen, dazu flipflops (!)... nach dem motto, ich zieh mich eh warm an...

Dante Alighieri
00
Hehe, diese Beschreibung könnt auch aus jeder englischen Stadt stammen...

Allerdings nicht nur für Bobos, sondern getreu dem englischen Hang zur Uniformität betrifft das Urprolos hier genauso ;-)

denkmal
00

stimmt, aber ich trag die Dinger immer noch, aber (unsichtbar) unter der Hose, da ich Strumpfhosen hasse und so die Füße warm bleiben.

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