Gläubiger im Danubia Fruit-Konkurs fordern zehn Millionen Euro

20. März 2007, 12:52
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viertgrößte Firmenpleite 2006 in Oberösterreich

Linz - Im Konkurs des oberösterreichischen Obstgroßhändlers Danubia-Fruit HandelsgesmbH in Neuzeug (Bezirk Steyr-Land) fordern die Gläubiger 10 Mio. Euro. Das berichtete Kreditschutzverband von 1870 nach einer Prüfungstagsatzung im zuständigen Landesgericht Steyr in einer Presseaussendung am Donnerstag. Es handelte es sich um die viertgrößte Firmenpleite 2006 in Oberösterreich.

Das Unternehmen hatte zuletzt vor allem Lebensmittelketten mit rund 60.000 Tonnen an Produkten beliefert. Bei einem Umsatz von 46 Mio. Euro war Danubia-Fruit nach eigenen Angaben der drittgrößte Anbieter der Branche in Oberösterreich. Der Masseverwalter hat das Unternehmen nach der Eröffnung des Konkurses am 13. Oktober des Vorjahres aber bereits geschlossen, weil es keine erfolgreichen Fortführungsaussichten gab.

Forderung gegenüber Schwesterfirma

Während die 77 ehemaligen Mitarbeiter ihre Ausfälle vom Insolvenzfonds ersetzt bekommen, können laut KSV die übrigen der insgesamt 269 Gläubiger nur auf eine Quote von bis zu 10 Prozent hoffen, falls offene Forderungen vom Masseverwalter einbringlich gemacht werden können. Die größte Forderung darunter gegen die Schwesterfirma Obst Huber in Steyr in Höhe von 3,8 Mio. Euro sei dabei bereits wertberichtigt, weil sich die Firma Obst Huber seit November 2006 ebenfalls im Konkurs befinde. Hier sei die Prüfungstagsatzung am 30. Jänner terminisiert. Auch dieses Unternehmen habe bereits geschlossen werden müssen.

Die Insolvenzursachen lassen sich mit fehlendem Eigenkapital und fehlgeschlagener Expansionspolitik auf einen kurzen gemeinsamen Nenner bringen, stellte der KSV fest. Er ordnet diese Gründe in die Kategorie "hausgemacht" ein. (APA)

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