Frauenquote

13. März 2007, 16:30
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Sowohl der Gesundheitsbereich wie das Schulwesen haben Management dringend nötig - von RAU

Das Kabinett Gusenbauer besteht zu 40 Prozent aus Frauen, und zwar zu einem großen Teil aus bis dahin in der Öffentlichkeit nahezu unbekannten Frauen. Zwei zentrale Ressorts sind mit absoluten Newcomerinnen besetzt, die vorher im Management des öffentlichen Bereichs, aber nicht im engeren Sinn politisch tätig waren. Die ÖVP hat sich als Gesundheitsministerin die niederösterreichische Ärztin und Spitalsmanagerin Andrea Kdolsky ausgesucht, die SPÖ für Bildung, Kunst und Kultur die Vorstandsdirektorin bei der Kommunalkredit AG, Claudia Schmied, eine von drei Frauen in Vorstandsfunktion in Österreichs Bankenwelt. Sowohl der Gesundheitsbereich wie das Schulwesen haben Management dringend nötig.

In beiden extrem wichtigen und extrem problembehafteten Bereichen sind in der jetzigen Situation Managementkompetenz und ein frischer Blick von außen wichtiger als Fachwissen im engeren Sinn.

Gusenbauer hat sich mit drei Ministerinnen (Justiz, Frauen, Bildung) und zwei Staatssekretärinnen (Kanzleramt, Infrastruktur) etwas mehr als "Ladies' Man" erwiesen als Molterer (Außenministerin, Gesundheitsministerin, Staatssekretärin für Wirtschaft). (Hans Rauscher/DER STANDARD, Print, 11.1.2007)

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