Das "Literarische Quartett" ist gefährdet

13. Juli 2000, 19:10

Heftiger Streit zwischen Reich-Ranicki und Löffler

Hamburg - Der weitere Verlauf der ZDF-Sendung "Literarisches Quartett" ist derzeit unklar. Auslöser dafür ist eine ernste Auseinandersetzung zwischen den beiden Literaturkritikern Marcel Reich-Ranicki (80) und Sigrid Löffler (57).

Während der letzten Sendung am 30. Juni lagen sich die beiden bezüglich des erotischen Romans "Gefährliche Geliebte" von Haruki Murakami in den Haaren. Löffler kritisierte das Buch mit den Worten: "Ich würde für dieses Buch einen Platzverweis aussprechen. (...) Das ist literarisches Fastfood." Reich-Ranicki reagierte darauf mit persönlichen Untergriffen.

Die Literatursendung wird seit 1988 in der selben Besetzung sechs Mal jährlich ausgestrahlt. Die Quoten sind rückläufig. Nur mehr rund 500.000 ZuseherInnen verfolgten die letzten Ausgaben der Literatursendung.

Das Sendungskonzept sieht eine Absetzung vor, falls eineR der KritikerInnen abspringt. "Alles hängt jetzt von der Entscheidung von Frau Löffler ab," meinte dazu der verantwortliche ZDF-Redakteur Manfred Eichel. (newsroom/im/pte)

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