Pinzgaubahn ist "verländert"

von Redaktion  |  08. Februar 2007, 14:32
  • Artikelbild - Foto: Standard/Heribert Corn

Der Fortbestand und die entsprechende Infrastruktur sind gesichert: Das Land Salzburg wird die Bahn 2008 übernehmen

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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ÖBB
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12 Postings
Section Control
10.01.2007 16:11
Murtalbahn

Ob das Land auch die Wiederinbetriebnahme der Strecke Tamsweg - Mauterndorf zahlen würde?

Section Control
10.01.2007 16:09
Eine sehr erfreuliche Nachricht

Endlich folgt Österreich dem deutschen Beispiel.
Dort wurden genug eingestellte Nebenbahnen von den Ländern übernommen und wieder reaktiviert.
Und vielleicht klappts auch mit einer Verlängerung.

SOMON2
10.01.2007 16:06
nachdem dieses Konzept in Deutschland bestens funktioniert

gehe ich davon aus, dass auch Salzburg eine erfolgreiche Nebenbahn bekommen wird.

Schön, dass die ÖBB endlich über ihren Schatten springen konnten. Irgendwie ist ja die Abgabe der Pinzgauer Bahn ja doch ein Eingeständnis des Scheiterns ...

Jetzt fehlen nur noch die anderen Nebenbahnen, bevor es zu spät ist.

Werner Hammerl
10.01.2007 18:22

Die ÖBB würden ihre Verlustbringer liebendgerne abgeben. Es fehlen jedoch die Käufer.

SOMON2
10.01.2007 20:22
Blöderweise

wollen die ÖBB das nur unter der Bedingung, dass sie weiterhin den Betrieb führen dürfen und das erwerbende Bundesland einen "Kostenersatz" in üblicherweise horrender Höhe an die ÖBB zahlen sollen.

Die Verländerung von kleineren Bahnen funktioniert aber nur - wie man in Deutschland oftmals gesehen hat - wenn das Land den Betrieb an den günstigsten Betreiber vergeben kann ... und schon gar nicht, wenn die große Staatsbahn weiterwurschteln darf.

knork 
11.01.2007 10:20
Und wo genau

wollen "die ÖBB" die Schienen verkaufen aber nur zu der Bedingung, den Betrieb (zu "horrenden Kosten") weiter zu führen?

Ich frag nur mal, weil ich nur Beispiele kenne, wo das Gegenteil der Fall ist bzw wird bei der Betriebsführung generell eingespart wo es nur geht.



Joah
11.01.2007 13:44

Es überrascht aber nicht, dass die ÖBB bei der Betriebsführung von Nebenbahnen spart, wo es geht - und dennoch von den Bundesländern Zuschüsse für diese Strecken haben will ...

Wegnehmen, Betrieb ausschreiben, Wiederherstellen - und auf zum Erfolg. In Deutschland hat das bei jeder Nebenbahn funktioniert, die man der DB weggenommen hat.

knork 
11.01.2007 15:59
Haben sie eigentlich die geringste Ahnung,

wie die Einstellung einer Strecke funktioniert?
§§28 ff Eisenbahngesetz kann ich ihnen wärmstens empfehlen.

Seit Jahren versucht die ÖBB und die Nachfolgegesellschaften unrentable Strecken einzustellen. Geht aber dank des Vetos der Landesfürsten nicht.

Also muss der Betrieb weitergeführt werden. Logischerweise kann eine unwirtschaftliche Nebenbahn nur mit Zuschüssen funktionieren.

Fazit: Die Länder verhindern die Einstellung, aber vorm selbst übernehmen hüten sie sich wie der Teufel vorm Weihwasser.

Aber vielleicht sollten sie ihre tollen Nachrichten auch bei den Landeshauptleuten verbreiten ... so von wegen man muss die Nebenbahnen ja nur den unfähigen ÖBB wegnehmen und alles wird gut.

Leidl, die
12.01.2007 18:41
Es gibt keine unrentablen Strecken

es gibt nur von der ÖBB heruntergewirtschaftete Strecken.

Michael B
10.01.2007 19:02
"Käufer" ist schon ein bißchen viel verlangt.

Die ÖB haben ja die meisten Bahnen auch nicht "gekauft". Sondern oft übertragen oder sogar großteils geschenkt bekommen.
Und wenn es gar so große Verlustbringer sind, sollte man doch froh sein, sie loszuwerden.
In Wahrheit hat die Bahn dort, wo ein anderer eine "Neben-"Bahn besser betreiben würde, meist Angst vor der Blamage und/oder Angst vor der Konkurrenz (zum Bus).
In Deutschland läufts nicht anders. Dort betreibt die Bahn auch meist Obstruktionspolitik gegen Übernahmen, bis zur absichtlichen Verwahrlosung der Strecken.

SOMON2
10.01.2007 20:24
Bei "absichtliche Verwahrlosung der Strecken"

muss ich irgendwie an die arme Mariazeller Bahn denken:

E-Loks aus dem Jahr 1907 (!!!) im Regelbetrieb ... und dann heulen die ÖBB, dass diese Strecke so schlecht ausgelastet ist und nix bringt.

Alexander Reiter
14.01.2007 00:29

Dem nichtpufferküssenden Kunden ist aber sonst auch recht egal, ob vorne ein Taurus heult oder eine uralte 1041 ächzt. Problem ist eher was vorne dran hängt - bzw. nicht (Stichwort 4090).

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