100-Dollar-Laptop kommt in den regulären Handel

15. Jänner 2007, 13:12
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KundInnen müssen jedoch gleich zwei Geräte kaufen - einen für sich und einen für die Entwicklungsländer

Die Initiatoren des One Laptop Per Child-Projekts haben nun angekündigt, dass das "1oo-Dollar-Laptop" auch in den regulären Handel kommen wird und damit nicht nur von Staaten, sondern auch von "Normalsterblichen" erworben werden kann.

Zwei Laptops müssen gekauft werden

Laut einer Meldung der BBC ist es allerdings der Plan der Initiatoren, dass KundInnen gleich mindestens zwei Stück auf einmal erwerben müssen. Nicht nach dem Motto "2 zum Preis für 1", sondern vielmehr als Unterstützung; denn ein Laptop kauft der Kunde für sich, das andere für ein Entwicklungsland.

Fünf Millionen Stück

Fünf Millionen Laptops werden im Sommer in einer ersten Lieferwelle an die Länder gehen, die entsprechende Verträge bereits unterschrieben haben. Es ist damit das größte Bildungsprojekt der Welt. "Wenn wir gleich mit dem regulären Verkauf beginnen würden, dann könnten wir jetzt ein gutes Geschäft machen", so ein Sprecher des Projekts auf der CES. "Unser Fokus liegt aber klar auf den Schwellenländern."

Derzeit noch 150 Dollar

Der geplante Preis von 100 Dollar pro Laptop kann derzeit noch nicht erreicht werden. Laut letzten Angaben kostet ein Modell rund 150 Dollar. Der Preis soll aber in nächster Zeit stätig gesenkt werden. Die OLPC-Laptop zeichnen sich durch einfachen Gebrauch, lange Haltbarkeit und geringe Betriebskosten aus.

XO-Länder

Die ersten Käufer, die so genannten XO-Länder sind Brasilien, Argentinien, Uruguay, Nigeria, Lybien, Pakistan und Thailand. Die Geräte haben zudem Netzwerkfunktionen bereits integriert, um es so den Kindern zu ermöglichen gemeinsam zu arbeiten. "Ich bi schon gespannt was passiert, wenn wir eine Million Laptops und Brasilien und eine Million in Namibia ausliefern. Ich will dafür sorgen, dass die Kinder weltweit kommunizieren können", so Entwickler Michalis Bletsas gegenüber der BBC. Durch die Zusammenarbeit mit Google sollen sich die Kinder in der digitalen Welt auch finden. (red)

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