Dem Image der USA auf den Zahn gefühlt

9. März 2007, 10:23
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Schüler hinterfragen Klischees

Wien - Vor der amerikanischen Botschafterin Susan McCaw präsentierten Schüler der HTL Ungargasse noch im Dezember ihr Projekt "Going beyond the cliché! The image of the USA in Austria - before and after". Seit ihrer Sprachreise an die US-Ostküste, mit Besuchen in New York, New Jersey und Boston, setzen sich zwei Klassen intensiv mit dem Image Amerikas in Österreich auseinander.

Das Projekt gliederte sich in mehrere Abschnitte. Fragebögen wurden erstellt, die an die Host-Familien verteilt wurden. Die gesammelten Infos wurden ausgewertet und mit bereits vorhandenen Statistiken und Meinungsbildern verglichen. Sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten kristallisierten sich dabei heraus. "Es war interessant zu sehen, wie viele Vorstellungen über Amerika man vor allem aus dem Fernsehen übernimmt. Egal ob es die Vorstadthäuser sind oder typische Highschool-Klischees. Die meisten davon sind falsch", meint Markus Hilscher (18). Die Ergebnisse gliederten sich in die Meinungen vor der Reise, die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Österreich und den USA, die während des Aufenthaltes entdeckt wurden, sowie das veränderte Bild nach der Rückkehr.

Professorin Elisabeth Schaludek-Paletschek beschreibt das Ziel des Projekts: "Wir wollten darauf aufmerksam machen, dass man ein Land nicht aufgrund von Medienberichten verurteilen sollte." McCaw fügt hinzu: "I think it is the best way to get a true sense for a country by actually spending time living there and understanding, why policies are shaped the way they are."

Personenbefragungen in Wien zeigten, dass eine anti-amerikanische Haltung meist auf einer Ablehnung der Politik fußt. "Doch man muss sehen, dass ein Land mehr ist, als seine aktuelle Außenpolitik", sagt Zoltan Krekus (18) (Christoph Leschanz/DER STANDARD Printausgabe, 9. Jänner 2007)

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