Jährlich zehn Prozent mehr F&E-Ausgaben bis 2010

1. März 2007, 19:44
posten

Die Große Koalition hält an dem von der EU formulierten Ziel fest, die Forschungsquote bis 2010 auf drei Prozent zu steigern

Wien - Die Große Koalition hält an dem von der EU formulierten Ziel fest, die Forschungsquote bis 2010 auf drei Prozent zu steigern und will die Forschungs-Ausgaben des Bundes bis 2010 jährlich um zehn Prozent erhöhen. Zum Aufbau von Humanressourcen soll es in den nächsten vier Jahren an den Universitäten "nach Maßgabe budgetärer Möglichkeiten Mittel für 1.000 neue Stellen für NachwuchsforscherInnen (Postdocs)" geben.

Zur Anhebung der derzeit bei 2,43 Prozent liegenden Forschungsquote wurde im Regierungsprogramm ein genauer Fahrplan festgelegt, wobei mit den Investitionen des Bundes "möglichst hohe private Forschungsinvestitionen ausgelöst werden sollen, um das Verhältnis 1/3 öffentlich zu 2/3 privat finanzierter Anteil F&E-Quote nachhaltig zu etablieren". Konkret bedeutet dies für die öffentliche Hand, dass "die bestehenden Budgets und die Mittel der Nationalstiftung und die derzeit 295 Mio. Euro aus den Offensivmitteln (Technologiemilliarde) im Jahr 2007 zusätzlich um 50 Mio., im Jahr 2008 um 100 Mio., im Jahr 2009 um 250 Mio. und im Jahr 2010 um 400 Mio. Euro aufgestockt werden", heißt es in dem Papier. Besonderes Augenmerk soll auf langfristige Finanzierungssicherheit gelegt werden.

Förderprogramme bereinigen

Die sehr große Anzahl an Förderprogrammen soll weiter bereinigt werden. Die steuerliche Forschungsförderung will man weiter sichern und zusätzlich hinsichtlich ihrer Wirkung auf kleinere Unternehmen weiter optimieren. Verstärkt werden sollen auch die Maßnahmen zur Erhöhung der Anzahl der kleinen und mittleren Unternehmen mit eigenen F&E-Aktivitäten. Zum Aufbau von Humanressourcen sollen neben den zusätzlichen Postdoc-Stellen an den Unis der Anteil der Frauen in der Forschung erhöht und die Doktoratausbildung in Richtung Graduiertenschulen umgebaut werden.

Für "exzellente öffentliche Forschungsstrukturen" soll der Wissenschaftsfonds FWF "im Rahmen der zusätzlichen Mittel budgetär weiter gestärkt" werden, sowohl was die etablierte Förderung, als auch die neuen Exzellenzcluster und die Overhead-Zahlungen betrifft. Diese budgetäre Stärkung gilt auch für die Forschungsförderungsgesellschaft FFG, wobei hier auf die "verstärkte Bottom-up-Förderung der technisch radikalen, risikoreichen Entwicklungen" verwiesen wird. (APA)

Share if you care.