Investmentfonds wollen keine "Melkkühe" werden

1. März 2007, 19:44
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Attraktivität der Branche muss gewahrt bleiben

Wien - Die Investmentfondsbranche erwartet keine wesentlichen konkreten Auswirkungen durch die Bildung der neuen Bundesregierung. "Die Finanzmärkte folgen ihren eigenen Gesetzen, politische Börsen haben kurze Beine", sagte Pressesprecher Dieter Kerschbaum von der Erste Sparinvest (ESPA), der Fondsgesellschaft der Erste Bank und der Sparkassen, am Dienstag zur APA. Die neue Regierung sei "kein Stilbruch", die Entwicklung am heimischen Kapitalmarkt werde wie bisher primär von der Unternehmensgewinnen abhängen.

Für die ESPA und die gesamte Branche sei wesentlich, dass die Fondsbranche nicht stärker belastet werde, etwa durch steuerliche Maßnahmen wie etwa die Besteuerung von Dividendenerträgen, was ja überlegt worden sei. Das würde die ohnehin erst schwach vorhandene Anlagebereitschaft der Österreicher verschlechtern. "Es ist wichtig, dass die Attraktivität des Finanzstandorts Wien gewahrt bleibt", fordert Kerschbaum. Der Kapitalmarkt oder die Fondsbranche dürften nicht zur "Melkkuh" werden.

Ein besonderes Anliegen im Namen der gesamten Branche sei ein ungefährdetes Weiterbestehen und mögliche Verbesserungen der staatliche geförderten Zukunftsvorsorge wie etwas durch die Möglichkeit eines Einmalerlags oder ein Produkt ohne Kapitalgarantie. (APA)

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