Musikdownloads keine Rettung für Musikbranche

9. Juli 2007, 11:29
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IFPI Deutschland rechnet mit einstelligem Minus

Das Jahr 2006 ist ein weiterer Rückschlag für die weltweite Musikbranche gewesen. Die CD-Verkäufe sind weiter rückläufig und der digitale Markt nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man die Ergebnisse der ersten drei Quartale 2006 am französischen Musikmarkt betrachtet. Laut den französischen Phonoverbänden (Snep) sind in diesem Zeitraum die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr mit 545 Mio. Euro um zehn Prozent gesunken. Der digitale Musikmarkt ist demnach weit entfernt davon, die Rückgänge am physischen Markt zu kompensieren.

In Deutschland sieht die Situation nicht viel besser aus. "Wir erwarten nicht, dass es gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 in der zweiten Jahreshälfte deutliche Verbesserungen geben wird", so Johann-Friedrich Brockdorff-Dallwitz, Leiter des Wirtschaftsreferats der deutschen Phonoverbände (IFPI), gegenüber pressetext. "Wir hoffen zumindest, dass sich der Absatzrückgang im einstelligen Bereich belaufen wird", sagt Brockdorff-Dallwitz weiter. Der IFPI Deutschland wird die Halbjahreszahlen voraussichtlich im März veröffentlichen. Zwar ist der digitale Musikmarkt gewachsen, jedoch ist dessen Anteil am Gesamtmarkt minimal. Von 594 Mio. Euro gehen 28 Mio. Euro auf das Konto von mobilen und Internet-Musikdownloads.

Denken

Zu Denken gibt der globalen Musikbranche auch die im Dezember vergangenen Jahres für Aufruhr sorgende Forrester-Studie, laut der die Verkäufe der Musikplattform iTunes um 65 Prozent eingebrochen sein sollen. Forrester lenkte später ein, dass die Ergebnisse falsch interpretiert worden seien, allerdings legte iTunes keine Zahlen vor, um Klarheit zu schaffen.

In den ersten sechs Monaten betrug der Rückgang am physischen Markt in Deutschland Minus fünf Prozent. Frankreich verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Minus von elf Prozent. Unter den zehn größten Märkten haben Japan mit Plus vier Prozent und Australien mit Plus einem Prozent Zuwächse vorzuweisen. Diese beiden Märkte verzeichnen weltweit, gemeinsam mit Spanien und Großbritannien auch die stärksten Wachstumsraten bei Musikdownloads aus dem Internet und auf das Mobiltelefon. (pte)

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