Bezaubernde Verführungskünste einer Frau, die keine ist

8. Jänner 2007, 20:40
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"Palazzo" braucht sich vor dem Nachbarn "Afrika, Afrika" am Rotundenplatz nicht verstecken

Der "Spiegelpalast", ein besseres Zirkuszelt, ist natürlich von außen lange nicht so beeindruckend wie die Zeltlandschaft von "Afrika! Afrika!" gleich nebenan. Verstecken braucht sich der Palazzo aber keineswegs: Auch er bietet Atemberaubendes, darunter Kraftakrobatik in Zeitlupe des tschechisch-polnischen Duos Ogar, Seiltanzkunststücke des Portugiesen Manuel Lorador, rasantesten Stepptanz der ukrainischen Zwillinge Roman & Slava, Jonglagen von Valentino Bihorac, kreisende Tücher auf den Zehenspitzen von Mandy Mercedes. A

ls Highlight schleudert ein britischer Reserve-Elvis auf Rollschuhen, nicht mehr der Jüngste, seine Wanda herum: Respekt! Der Schwerpunkt liegt aber weniger auf Zirkus denn auf Varieté: Fernand Weber degradiert auf grandiose Art und Weise Zuschauer zu Bauchrednerpuppen. Durch den vierstündigen Abend mit einem Menü von Reinhard Gerer führt Chris, ein Transvestit als Chansonnette in glitzernden Roben, der vor allem als Witwe mit derbem Witz (im Dialog mit Joy Peters als Herta & Berta) für viele Lacher sorgt. (trenk/ DER STANDARD, Printausgabe, 9.1.2007)

Spiegelpalast, Rotundenplatz, 2., Südportalstraße, 0800/01 77 66
Bis 31. 1.
  • "We will rock you": rasantester Stepptanz der ukrainischen Zwillinge Roman & Slava.
    foto: palazzo

    "We will rock you": rasantester Stepptanz der ukrainischen Zwillinge Roman & Slava.

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