Hotmail-Bug verrät E-Mail-Adressen

14. Juli 2000, 09:21

Wer HTML-Mails liest, verschickt seine Adresse direkt an Online-Werbenetze

Ein Fehler in Microsofts Hotmail Dienst sendet die E-Mail-Adressen der Kunden an Online-Werbefirmen, bestätigte Microsoft. Das Problem tritt auf, wenn man HTML-Mails bekommt, die einen Werbebanner beziehungsweise Bilder beinhalten. Bereits durch das reine Lesen des Mails wird die E-Mailadresse übermittelt. Hotmail verwendet den Account-Namen in der URL mit der das Mail geöffnet wird. Wenn ein HTML-Mail einen Werbebanner und damit eine Bilddatei enthält, bekommt der Server, auf dem sich das Bild befindet die URL der Mail und dadurch die E-Mail-Adresse.

Lösung bis August

"Es gibt keinen Hinweis, dass irgendeine Firma diese Information bemerkt hat und wir wissen, dass keine E-Mail-Adresse eines Kunden missbraucht worden ist", sagte Microsoft-Sprecherin Melissa Covelli. "Die Firma arbeitet an etwas, womit das Problem bis August eliminiert sein wird. Es ist ein vollständiges Redesign der Technik von Hotmail notwendig." (red)

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