In fünf Anzeigen- und drei Plakat-Sujets werden authentische Schwarze Menschen, die in Österreich leben und als Radio-Moderatorin, Musiker, Filmemacher, Tagesmutter und Studentin tätig sind, porträtiert und in Kontrast zu bestehenden Vorurteilen gesetzt. Die Headline bedient jeweils ein gängiges Klischee, erlangt jedoch durch den Beruf der abgebildeten Person eine andere, nämlich positive Bedeutung. Die Sujets werden österreichweit publiziert, eine Hörfunk-, TV- und Kampagne ist in Planung. (red)
Credits
Projektleitung: Simon Inou (M-Media) und Béatrice Achaleke (AFRA, blackwomencenter.org) | Fotografie: Philipp Horak | Art Direction: Alexandra Mitzner, Petra Schneemann | Text + Konzeption: Tino Schulter | Internet-Programmierung: Harald Mayer | Mediakoordination: 2010 - Studio für Kommunikation | Lithografie/Bildbearbeitung: Cola Irene Jennewein - Atelier Freiraum/Litho
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"authentische Schwarze Menschen, die in Österreich leben und als Radio-Moderatorin, Musiker, Filmemacher, Tagesmutter und Studentin tätig sind"
und die können alle nicht deutsch? das kann und will ich nicht glauben.
darf ich jetzt alle Kanadier als Rassisten hinstellen, weil ich bei Einwanderung einen Englischtest absolvieren muss, zu meinem eigenen Besten, damit ich in dem Land auch zurechtkomme?
kann bitte mal jemand seine grauen Zellen anstrengen statt mit positiv- oder negativpolemiken rumzuwerfen? meist sind Aspekte aus beiden un/-populären Richtungen relevant, das nennt man dann "Realität".
habe lieber einen überprüften Afrikanischen Hausarzt als einen unüberprüften, das sollte aber nicht als Abwehrmittel missbraucht werden.
...wer nicht glaubt dass in österreich antirassismus-kampagnen nötig sind, muss nur hier die postings lesen. ich dachte immer der gemeine standard poster ist ein multikultifanatischer gutmensch-intellektueller. dass eine derartig rassistische diskussion hier in den postings ausbricht hätte ich nicht für möglich gehalten. aber scheinbar war ich zu naiv.
Nach mehreren Anläufen waren dann die Prüfer so entnervt, daß sie die Afrikaner unabhängig von Wissensstand durchliessen. Noch später Ausbildung in einem katholischen Krankenhaus. Ein Afrikaner, der in der DDR die Ausbildung zum experimentellen Chirurgen abgeschlossen hatte, sollte auf Wunsch des Bischofs praktische Erfahrung sammeln. Nach vielen frustranen Versuchen wurde ihm ein Oberarzt beigeordnet, der ihm die Hand führte und Schlimmes verhütete. So, und zusammen mit dem was ich in der Zwischenzeit über Afrika gelesen, gesehen, gehört habe, muß ich sagen: ich habe Vorurteile.
... ist ein bisserl unkonkret, oder?
Nachdem Sie sich so gut auskennen, erklären Sie uns doch bitte, welche der Dutzenden Ethnien in Afrika Sie eigentlich meinen? Als Hilfestellung: http://de.wikipedia.org/wiki/List... %C3%B6lker
Ich bin in der katholischen Jugend der frühen Sechzigerjahre sozialisiert worden. Damals war für uns die Solidarität mit den jungen afrikanischen Staaten selbstverständlich. Mit unseren Beiträgen und Spenden wurden sogar junge Burschen aus Ghana und Nigeria zur handwerklichen Ausbildung nach Österreich geholt. Einer lernte Tischler, konnte aber die Ausbildung wegen Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit und fehlendem Interesse nicht abschliessen. Sein Ausbildner, der Tischlermeister, war natürlich unser Feindbild, ein Rassist. Später auf der Uni in Wien bei den Prüfungen: Die Kollegen aus Afrika brachten meist keinen vollständigen deutschen Satz zuwege, warfen aber den Prüfern Rassimus vor, wenn sie durchfielen.
dann sind die Anderen anders und deshalb kann ein Individuum seine antrainierten Instinkte bezüglich Gut oder Böse weniger anwenden als bei Personen des eigenen Kulturkreises, was jedoch auch dort nicht immer gelingt. Es geht darum, zu beurteilen, tut mir die Person gut oder nicht, also überlebenswichtig.
Eine Gesellschaft/Kultur ist fähig, das andere zu erfahren, integrieren und dem Erfahrungsschatz einzuverleiben. Eine gewisse Grenze der Aufnahmefähigkeit bleibt aber bestehen, denn je mehr Kulturen in einem Land leben, desto komplizierter/umfangreicher die Anpasungsprozesse.
Einige Eigenheiten, Ansichten und Werte von anderen Kulturen bin ich persönlich nicht bereit, anzuerkennen, und zwar dort wo sie gegen Menschenrechte verstossen.
Die einen sind vorläufige Annahmen, die nach gegenteiligen Erfahrungen revidiert werden. Diese Art ist nützlich und sollte beibehalten werden.
Die andere Art von Vorurteilen lässt sich auch durch Erlebnisse nicht veränderen und blockiert ein objektives Erleben.
Wen Sie mit einem Salzburger eine Stunde angeregt und freundschaftlich geplaudert haben und der dann plötzlich nichts mit Ihnen zu tun haben will, weil er erfahren hat, dass Sie Wiener sind - dann wissen Sie wie "lebensnotwendig" diese Form von Vorurteilen ist.
Man kann diese Vorurteile sogar als "tötennotwendig" bezeichnen. Ohne in anderen Menschen unbedingt den Untermenschen zu sehen werden im Krieg nur wenige Menschen zu Mördern.
wer´s eilig kriegt die Ironie nicht mit, sondert nimmt das großgedruckte Vorteil mit und übersieht dessen kleingedruckte Verarschung. Zwischen knalligen BIPA und Hofer-Plakaten gehen diese halb so breiten, zurückhaltend gestylten, subtil-intellektuellen Plakate unter bzw. ins Gegenteil.
Die FPÖ-Plakate waren selbst am Dreieckständer eindeutig. So knallig muß man zurückschießen, oder man erreicht wieder nur die subtil-intellektuellen Leute, die so eine Aufklärung sowieso nicht nötig haben.
Gibt´s denn keinen Menschen mehr, der beides ist:
Progressiv UND Populist? Nur in Venezuela?
Populistisch ist ein Grenzfall der Demokratie - siehe, allen voran, Peron in Argentinien. Progressiv kann sozialistisch sein, muß es aber nicht sein. Das Chavez in noch nie da gewesenen Ausmaß vom Erdölgeld was für die Armen tut, ist progressiv und populistisch. Wie die Zulassung von Ausländern in Wiener Gemeindebauten seit einiger Zeit. Das war nicht nur Mitfühlen mit denen, die in überfüllten, alten Gürtelbauten leben, das war aber auch nicht nur Wählerrekrutierung von neuer, dankbarer Klientel.
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