Flugangst

26. Juli 2007, 16:52
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Knaus Helicopter GmbH hat die Kurve nicht mehr gekriegt und hofft auf den Zwangsausgleich

Eine ganze Seite war der Krone am Silvestertag das Schicksal der Fliegerfamilie-Knaus wert. Indes, was sie verschwieg, die Knaus Helicopter GmbH (23 S 85/06d, LG Salzburg) hat die Kurve nicht mehr gekriegt und hofft jetzt auf den Zwangsausgleich. Die Hubschrauber der Familie Knaus wurden vor allem durch Unfälle bekannt. Firmen-Senior, Johann Knaus, war 1992 und 1995 abgestürzt. 1996 ist ein Knaus-Helikopter im Dachstein-Gebiet notgelandet. 1997 verunglückte Johann Knaus bei einem Absturz tödlich, Junior Philip wurde dabei schwer verletzt. Im Februar 04 stürzte ein Rettungshubschrauber ab, die Patientin verstarb.

Im folgenden Juni verunglückte ein Pilot tödlich. Schlimmstes Drama der Knaus-Familie, neun Tote und sieben Verletzte, als ein Transportgerät einen Betonkübel verliert. 1,62 Mio. Euro Schulden stammen aus den zwei Unfällen 2004, die nicht bzw. nicht zur Gänze versichert waren. Wenn 50 Prozent der Gläubiger, die 75 Prozent der Verbindlichkeiten halten, dem Zwangsausgleich zustimmen, könnte die Flotte weitermachen. (Harry Kainz, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5./6./7.1.2007)

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