Rektor: Kein guter Maßstab

9. Jänner 2007, 11:40
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Uni Klagenfurt-Rektor Mayr will Gebühren an Zahl der absolvierten Prüfungen, nicht an Semesteranzahl orientieren

Klagenfurt - Der Rektor der Klagenfurter Alpen-Adria-Universität, Heinrich C. Mayr, hält nichts vom Vorschlag von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, die durchschnittliche Studiendauer als Maßstab für das Bezahlen von Studiengebühren zu nehmen. Er schlägt stattdessen vor, sich an der Anzahl der Wiederholungen von Prüfungen zu orientieren. Es gebe nämlich viele Gründe, weshalb jemand zum "Bummelstudenten" wird.

Prüfungsantritte

"Die Semesteranzahl ist nicht der beste Maßstab für das Einkassieren von Gebühren", stellte der Rektor am Donnerstag in der "Kärntner Tageszeitung" fest. Ob jemand nicht mit vollem Ernst studiert oder womöglich die falsche Studienrichtung eingeschlagen hat, würde sich viel besser an den Prüfungsergebnissen ablesen lassen. Mayr: "Ein Student, der jede Prüfung wiederholen muss, studiert entweder nicht ernsthaft oder nicht das Richtige."

Der Rektor bekräftigte gleichzeitig, immer schon ein Gegner von Studiengebühren gewesen zu sein. Vielmehr müsste in die Bildung wesentlich mehr als bisher investiert werden. Mayr: "Bildung ist der heimische Rohstoff, mit dem Österreich am Weltmarkt mithalten könnte." Mayr befürchtet auch nicht einen Ansturm ausländischer Studenten im Falle eines Wegfalls der Studiengebühren: "Österreichs ist im Vergleich zu Deutschland ein teures Land, da erspart man sich nichts." (APA)

  • Ernst studiert, wer Prüfungen absolviert, meint der Klagenfurter Rektor Heinrich Mayr.
    foto: standard/koscher pictures

    Ernst studiert, wer Prüfungen absolviert, meint der Klagenfurter Rektor Heinrich Mayr.

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