Kein Hinweis auf "Grüne Linie" in israelischen Schulbüchern

16. Juli 2007, 11:15
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Bildungsministerium scheitert an Parlamentsausschuss

Jerusalem - Das israelische Bildungsministerium ist mit dem Versuch gescheitert, die Grenzen Israels vom Sechstagekrieg 1967 in den Schulbüchern zu markieren. Ein Parlamentsausschuss lehnte am Montag einen Antrag auf die Einzeichnung der so genannten "Grünen Linie" zwischen Israel und den Palästinenser-Gebieten in Unterrichtsmaterialien ab. Die Mitglieder des Ausschusses hätten sich auf eine Regierungsentscheidung aus dem Jahre 1967 berufen, wonach die Waffenstillstandslinie nicht offiziell für die Markierung der Landesgrenzen herangezogen werden soll, erklärte Ausschuss-Sprecher Sevulun Orlev.

Geschichte

Im Dezember hatte Juli Tamir von der Arbeitspartei eine entsprechende Initiative präsentiert. Geschichte könne nicht unterrichtet werden, ohne die Grenzen Israels vor dem israelisch-arabischen Krieg 1967 zu kennen, argumentierte sie. Während des nur sechs Tage währenden Krieges besetzte Israel die syrischen Golan-Höhen, die ägyptische Sinai-Halbinsel, den Gaza-Streifen und das Westjordanland. 1979 wurde der Sinai an Ägypten zurückgegeben. Im Sommer 2005 zog sich Israel aus dem Gaza-Streifen zurück. (APA/AFP)

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