Wiener Fluchtweg-Tafeln bleiben männlich

3. Jänner 2007, 12:06
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Austausch dieser Piktogramme im Rahmen der Kampagne "Gender Mainstreaming" war laut Rathaus nie geplant - Rest soll umgestellt werden

Wien - Verwirrung um den angekündigten Austausch von Wiener Hinweisschilder: Laut "Wiener Zeitung" dürfen die geplanten "weiblichen" Hinweistafeln für Fluchtwege nicht montiert werden, da sie einer EU-Norm widersprechen. Der Tausch war jedoch nie geplant, sondern lediglich irrtümlich angekündigt worden, hieß es dazu am Mittwoch im Rathaus. Andere Schilder sollen sehr wohl umgestellt werden, etwa jene in der Wiener U-Bahn.

Die Wiener Frauenstadträtin Sonja Wehsely (S) hatte im Dezember mit einer magistratsinternen Kampagne zum Thema "Gender Mainstreaming" für Aufsehen gesorgt. Denn diese besteht nicht nur aus Anzeigen in Publikationen der Stadt - auch neue Hinweisschilder kommen: So werden etwa in Amtsgebäuden Männer mit Kleinkindern auf Hinweistafeln für Wickelstuben zu sehen sein.

Irrtümlich angekündigt

Eine fliehende Frau auf einem Fluchtwegschild ist ebenfalls Teil der Kampagne. Zumindest beim Medientermin wurde eine solche Tafel auch tatsächlich montiert. "Aber wir wissen, dass das nicht EU-konform ist. Es war nie geplant, die Tafeln wirklich zu ersetzen", betonte eine Wehsely-Sprecherin am Mittwoch. Es sei jedoch in den Unterlagen zur Pressekonferenz irrtümlich so angekündigt worden. (APA)

  • Nur im Rahmen der Plakat-Kampagne vorgesehen: Fluchtweg-Taferln mit weiblichem Piktogramm.
    foto: agentur chrigel ott
    Nur im Rahmen der Plakat-Kampagne vorgesehen: Fluchtweg-Taferln mit weiblichem Piktogramm.
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