Futter für gefiederte Wintergäste

10. Jänner 2007, 00:02
2 Postings

Vogelschützer geben Tipps fürs richtige Füttern - Warnung vor verschmutzten Futterhäuschen

Salzburg - Die Winterfütterung gilt oft als Inbegriff des Vogelschutzes schlechthin. Zwar kann bei extremen Wetterlagen das Futterhäuschen manchem gefiederten Gast tatsächlich das Überleben sichern, im Normalfall ist die Winterfütterung freilich purer Luxus und aus Sicht der Vögel nur eine leicht verdiente Draufgabe: "Heimische Vögel haben lange vor der Erfindung der Winterfütterung in Mitteleuropa überwintert", stellt die Vogelschutzorganisation "BirdLife" klar.

Nur kleine Mengen streuen

Vogel- und Naturschützer warnen vor allem vor gravierenden Fehlern bei der Fütterung. So appelliert beispielsweise der Naturschutzbund, nur kleinere Mengen zu streuen und die Futterhäuschen regelmäßig mit heißem Wasser zu reinigen. Vermische sich Vogelkot mit Körnern, entstünden Infektionsherde. "Ein verschmutztes Futterhaus fordert unter Umständen mehr Opfer als die winterliche Futterknappheit." Die Vogelkundler warnen auch vor dem Verfüttern von Brotresten. Diese würden im Vogelmagen aufquellen. Besonders wichtig sei, dass die Fütterung im Vorfrühling eingestellt werde: Wenn die Vogeleltern ihrer Brut Körner zum Fressen gäben, könne das tödlich enden, "denn das Verdauungssystem der Vogelkinder ist auf tierische Nahrung ausgelegt". (neu, DER STANDARD Printausgabe, 03.01.2007)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.