Der SV Ried gewinnt in Graz gegen den GAK mit 3:0

13. Juli 2000, 11:19

Lauwers mit einem lupenreinen Hattrick


Augen zu und durch: Muhamed Akaguenduez im Kopfballduell mit Boban Dmitrovic
Graz - Der SV Ried feierte beim desolat spielenden Cupsieger GAK völlig verdient den zweiten Saisonerfolg und liegt nach dem 3:0 punktegleich mit Leader Rapid auf dem zweiten Tabellenplatz. Mann des Tages war Christophe Lauwers, der erst nach 61 Minuten von Trainer Kronjäger ins Spiel gebracht worden war und sich mit einem lupenreinen Hattrick bedankte. Der GAK schwächte sich kurz nach Wiederbeginn durch eine unnötige Gelb-Rote Karte für Ehmann selbst und bleibt ohne Punkt und ohne Tor.

Die Rotjacken wirkten nach dem 0:4 zum Auftakt bei der Wiener Austria schwer verunsichert. Die Oberösterreicher fingen hingegen die flauen Angriffsbemühungen des GAK bereits im Mittelfeld mit gutem Forechecking ab, selbst verlegte man sich aufs Kontern und forcierte dabei Anicic, der unter Beobachtung stand. Vertreter von Hapoel Tel Aviv, Gegner von Sturm Graz in der zweiten Champions League-Quali-Runde, sahen dem 25-Jährigen auf die Beine.

Der Stürmer fand vor der Pause auch die besten Rieder Chancen vor, scheiterte aber allein vor dem Tor mit einem schwachen Schuss an Almer und schoss später nach Akagündüz-Pass von halbrechts am langen Eck vorbei. Der GAK fand vor dem Seitenwechsel durch Tutu und Brunmayr, dessen Schuss Oraze gut parierte, die besten Einschussmöglichkeiten vor.

Gleich nach der Pause kassierte Ehmann für ein völlig unnötiges Foul an der Mittellinie Gelb-Rot von Schiedsrichter Falb und machte die Aufgabe für die verkrampften Rotjacken noch schwerer. Es folgte zwar dennoch die beste Phase der Truppe von Werner Gregoritsch, der eingewechselte Wieger, Kulovits und Ramusch vergaben jedoch. Ab der 70. Minute begannen dann die "Festspiele" von Joker Lauwers.

Zunächst verfehlte Almer eine Rothbauer-Flanke von rechts und der Angreifer köpfte ins leere Tor ein. Beim entscheidenden zweiten Treffer traf Lauwers wieder ins leere Gehäuse, ließ davor Ceh und Almer aussteigen. Den Schlusspunkt setzte selbiger gegen den in Auflösung befindlichen GAK nach Pass von Akagündüz. Lauwers hält nun bei bereits vier Treffern, zum Auftakt hatte der Belgier das 2:1 gegen Bregenz erzielt.


Zweite Runde

GAK - SV Ried 0:3 (Schwarzenegger-Stadion, Falb)

Torfolge: 0:1 (70.) Lauwers 0:2 (85.) Lauwers 0:3 (89.) Lauwers

GAK: Almer - Lipa - Ehmann, Hartmann - Ramusch, Ceh, Aloisi (46. Kulovits), Dmitrovic, Amerhauser (70. Standfest) - Tutu (46. Wieger), Brunmayr

Ried: Oraze - Hujdurovic, Lesiak, Nentwich, Steininger - Rothbauer (75. Ortlechner), Angerschmid (82. Drechsel), Glasner, Markus Hiden - Akagündüz, Anicic (61. Lauwers)

Gelb-Rote Karte: Ehmann (50.)

Gelbe Karten: Ehmann bzw. Lesiak, Rothbauer
(APA)

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