Zabel kritisiert Ullrich

2. März 2007, 14:48
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Deutscher Sprinter rechnet mit seinem Ex-Kollegen ab und spricht sich für DNA-Tests aus: "Wir brauchen Sicherheiten"

Berlin/Mailand - Der Deutsche Erik Zabel hat sich am Silvestertag in einem interview mit der italienischen Sportzeitung "La Gazzetta dello Sport" für DNA-Tests im Radsport ausgesprochen. "Mit DNA-Tests hätten wir sofort Sicherheiten, und das ist es, was wir brauchen", sagte der nach Siegen gerechnet erfolgreichste aktive Radprofi der Welt, der im kommenden Jahr seine 15. Profi-Saison in Angriff nimmt.

"So geht es nicht weiter. Wir brauchen Sicherheiten im Sport. Es ist nicht möglich, mit diesen Zweifeln am Start zu stehen. Die Ungewissheit hat unseren Sport zerstört", erklärte der 36-jährige Milram-Profi. Er nahm damit Bezug auf die Doping-Affäre Fuentes, in die auch sein ehemaliger Team-Kollege Jan Ullrich verstrickt ist.

"Elf Jahre waren wir bei Telekom zusammen. Dann wollte mich Jan nicht mehr", erzählte Zabel, der vor der Tour de France 2005 den gemeinsamen Team-Kollegen Rolf Aldag - vergeblich - um Vermittlung gebeten hat. "Ullrich hätte mehr Respekt und Interesse für andere haben müssen", kritisierte Zabel, der immer mit der Situation zurecht kommen musste, im Schatten des einstigen Telekom- und T-Mobile-Stars Ullrich zu stehen. Zabel war für die Tour de France 2005 ausgemustert worden war, was zu seinem Wechsel zum Milram-Team geführt hatte. (APA/dpa)

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