Gütervolumen auf 93 Millionen Tonnen erhöht

17. Jänner 2007, 13:28
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Die Rail Cargo Austria (RCA), die Gütersparte der ÖBB, hat 2006 wieder mehr transportiert als im Jahr davor

Wien - Die Rail Cargo Austria (RCA), die Gütersparte der ÖBB, hat 2006 wieder mehr transportiert als im Jahr davor. Wie die APA aus Bahnkreisen erfuhr, ist das Transportvolumen von 88 auf 93 Mio. Tonnen gestiegen und hat damit wieder das Niveau von 2004 erreicht. 2005 hatte es wegen der zunehmenden Konkurrenz der Straße einen deutlichen Rückgang gegeben. Der Umsatz dürfte 2006 bei 2 Mrd. Euro stabil geblieben sein. Den Gewinn von zuletzt 28,5 Mio. Euro hat die RCA nach vorläufigen Zahlen ebenfalls gehalten wenn nicht sogar gesteigert.

Schuld am Einbruch 2005 war vor allem die Rollenden Landstraße (RoLa, Transport von Lkw auf Waggons) gewesen, nachdem im Jahr davor die Transitbeschränkungen endgültig gefallen sind. Die staatlichen ÖBB haben die RoLa Anfang 2005 in die Bahn eingegliedert. 2006 hat sich der Huckepack-Verkehr nun wieder erholt. Am Brenner beförderten die ÖBB heuer 110.000 Schwerfahrzeuge auf der Schiene und damit wieder mehr als 130 Prozent mehr als im Vorjahr.

Güter auf der Schiene

Insgesamt hat sich der Marktanteil des schienengebundenen Güterverkehrs in Europa von etwa 32 Prozent im Jahr 1970 auf etwa 11 Prozent heute gedrittelt. In Österreich werden laut ÖBB dagegen immer noch rund 38 Prozent der Güter auf der Schiene befördert.

Die ÖBB sind allerdings selbst zunehmend auf der Straße aktiv. In den vergangenen Jahren hatte die Rail Cargo 80 Speditionsfirmen in Osteuropa erworben. Zuletzt gab es Spekulationen über einen Einstieg bei der Salzburger Spedition Lkw Augustin, mit 1.400 Lkw der größte österreichische Frächter. Bei den Spediteuren sorgte dies für helle Aufregung. Auch das Engagement bei den Donauhäfen kommt bei den Mitbewerbern schlecht an.

Bereits in den vergangenen Jahren haben ÖBB, Industrie und Politik über einen Börsegang des Unternehmens nachgedacht. Zuletzt war die Rede davon, dass die Rail Cargo bereits in der kommenden Legislaturperiode an die Börse gehen könnte. Konkrete Pläne dafür gibt es aber nicht. In den Regierungsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP war der Börsegang kein Thema. (APA)

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    foto: standard/urban
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